Heizkosten Berechnen Formel - Tehnopolis

Heizkosten Berechnen Formel

Heizkosten Berechnen Formel
Formel für die Heizkostenabrechnung

  • Wer Zugang zum Energieausweis der eigenen Wohnung bzw.
  • Endenergiebedarf x Wohnfläche x Rohstoffpreis = Heizkosten

Wie berechne ich die Heizkosten aus?

Die Heizkosten mithilfe des Energieausweises ermitteln – Wer über einen Energieausweis in Form eines Verbrauchsausweises verfügt, kann die voraussichtlichen Heizkosten relativ unkompliziert berechnen. Dazu müssen Sie lediglich prüfen, wie hoch der sogenannte Endenergieverbrauch des Gebäudes ausfällt.

Diese Größe ergibt sich aus dem Verbrauch der letzten drei Jahre und ist ein Orientierungswert dafür, wie viele Kilowattstunden pro Quadratmeter in einem Gebäude jährlich zum Heizen notwendig sind. Wie hoch der Wert ausfällt, hängt von der Energieeffizienz der Immobilie ab. Moderne Passivhäuser der Effizienzklasse A+ bleiben unter 30 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr.

Unsanierte Altbauten (Effizienzklasse H) überschreiten dagegen mehr als 250 Kilowattstunden je Quadratmeter. Da sich der Endenergieverbrauch immer auf einen Quadratmeter bezieht, müssen Sie die Variable mit der Wohnfläche und dem Brennstoff- beziehungsweise multiplizieren, um die zu erwartenden Heizkosten berechnen zu können.

Jährliche Heizkosten (in Euro) = Endenergieverbrauch (in Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr) x Wohnfläche (in Quadratmetern) x Rohstoffpreis (in Euro je Kilowattstunde)

Besonderer Hinweis: Der Gesetzgeber empfiehlt, die mithilfe des Endenergieverbrauchs errechneten Heizkosten mit einem Faktor von 1,2 und im Falle eines Altbaus mit hohen Decken sogar mit 1,3 zu multiplizieren. Grund für diese Empfehlung sind die in einem Wohngebäude vorhandenen Verkehrsflächen – etwa das Treppenhaus – die die Bewohner indirekt mitheizen.

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Wie berechne ich Heizkosten ohne Zähler?

Heizkostenabrechnung: Vorsicht, Falle bei Zentralheizung! Oft stellt die Zentralheizung nicht nur die Heizwärme bereit, sondern auch das Warme Leitungswasser. Dürfen Vermieter dann einfach Heizkosten und Warmwasserkosten zusammen abrechnen? Oder braucht es einen eigenen Wärmemengenzähler, der die verbrauchte Menge von Warmwasser und Heizwärme voneinander abgrenzt? Der Bundesgerichtshof (BGH) hat dazu jetzt geurteilt.

Heizkostenverteiler in der Wohnung: Sie allein garantieren nicht unter allen Umständen eine verbrauchsabhängige Abrechnung. Oft stellt die Zentralheizung nicht nur die Heizwärme bereit, sondern auch das Warme Leitungswasser. Dürfen Vermieter dann einfach Heizkosten und Warmwasserkosten zusammen abrechnen? Oder braucht es einen eigenen Wärmemengenzähler, der die verbrauchte Menge von Warmwasser und Heizwärme voneinander abgrenzt? Der Bundesgerichtshof (BGH) hat dazu jetzt geurteilt.

Karlsruhe. Selbst wenn eine zentrale, verbundene Heizungsanlage sowohl das Gebäude beheizt, als auch das Warmwasser bereitstellt, muss der Vermieter die Kosten für Heizung und Warmwasser getrennt in der Betriebskostenabrechnung berücksichtigen. Dazu muss ein Wärmemengenzähler erfassen, wie groß der Anteil der Warmwasserbereitung an den Gesamtkosten ist.

  1. Fehlt dieser Zähler, liegt keine verbrauchsabhängige Abrechnung vor und der Mieter kann seinen Anteil an den Heiz- und Warmwasserkosten um 15 Prozent kürzen.
  2. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) kürzlich entschieden (Urteil vom 12.1.2022, Az.: VIII ZR 151/20).
  3. Damit regelten die Bundesrichter einen Streitfall aus Heidelberg, der sich um eine vermietete Wohnung in einem Mehrfamilienhaus drehte.

In dem Haus gibt es eine Zentralheizung, die neben der Heizwärme auch das Warmwasser für die Wasserhähne im Haus bereitstellt. Dieser Verbundanlage bezieht ihre Heizenergie aus einem Fernwärmeanschluss. Es gibt dabei keinen Wärmemengenzähler, der den Verbrauch von Warmwasser getrennt erfassen würde.

Die Vermieterin errechnete deswegen die Kostenanteile, die auf Heizkosten und Warmwasserkosten entfallen, mit der Formel, die im § 9 der Heizkostenverordnung genannt ist. Die Gesamtheizkosten und die Gesamtwarmwasserkosten des Hauses teilte sie dann auf die einzelnen Mietparteien auf, indem sie teils nach Wohnfläche und teils nach den Ergebnissen der in den Wohnungen vorhandenen Heizkosten- und Warmwasserzählern umlegte.

Die Mieter warfen der Vermieterin vor, die Abrechnung sei nicht verbrauchsabhängig und kürzten ihre Kostenanteile um 15 Prozent.

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Wie müssen Heizkosten für Mieter abgerechnet werden?

Heizkostenabrechnung: Tipps für Mieter*innen Einmal im Jahr liegt sie im Briefkasten: die Heizkostenabrechnung. Was dort aufgelistet ist, sorgt bei Mieter*innen und Hausbesitzer*innen regelmäßig für Ratlosigkeit. Wir haben für Sie die wichtigsten Infos zur Heizkostenabrechnung zusammengestellt: Tipps zu Kosten, Fristen und häufigen Fehlern sowie eine anschauliche Muster-Heizkostenabrechnung.

formelle und inhaltliche Vorgaben für Heizkostenabrechnungen durch Heizkostenverordnung

nur ein Teil der Heizkosten darf nach Verbrauch abgerechnet werden

viele Heizkostenabrechnungen enthalten Fehler

Mieter*innen dürfen Unterlagen einsehen und können Widerspruch einlegen

Die Heizkostenabrechnung zeigt Bewohner*innen einer Mietwohnung, welche Kosten für die Wärmelieferung und die Wassererwärmung entstanden sind und wie hoch ihr zu zahlender Anteil ist. Die Anforderungen an Heizkostenabrechnungen sind in der Heizkostenverordnung festgelegt.

  • ✔ wer die Abrechnung erstellt hat ✔ Abrechnungszeitraum✔ Brennstoff- und ggf. Lieferkosten✔ alle Heiznebenkosten✔ Verteilerschlüssel✔ tatsächlicher Verbrauch✔ geleistete Vorauszahlung
  • ✔ zu zahlende bzw. zu erstattende Gesamtkosten

Für Mieter*innen gehören Heizkosten neben den Betriebs- oder Nebenkosten zur sogenannten zweiten Miete, Dabei müssen Heizkosten im Gegensatz zu anderen Betriebskosten mindestens zur Hälfte verbrauchsabhängig abgerechnet werden. Der übrige Anteil der Heizkostenabrechnung erfolgt nach Quadratmetern.

Deshalb gibt es neben der Betriebskostenabrechnung meist eine gesonderte Heizkostenabrechnung. Manchmal ist die Heizkostenabrechnung auch Bestandteil der Betriebskostenabrechnung. Wichtig ist, dass sie alle laut Heizkostenverordnung notwendigen Informationen enthält. Nebenkosten sind keine reinen Verbrauchskosten, da Festkostenanteile enthalten sind.

Diese Festkostenanteile bilden die Grundkosten der Heizung.

Wie muss der Vermieter die Heizkosten abrechnen?

Verbrauchsabhängige Abrechnung der Heizkosten – Unter den Nebenkosten, nehmen die Heizkosten jedoch eine Sonderstellung ein. Im Gegensatz zu den sogenannten kalten Nebenkosten wie Grundsteuer, Gartenpflege, Hauswart oder Gebäudereinigung, müssen die Heizkosten – genau wie die Kosten für Warmwasser – mit jedem Mieter in Abhängigkeit von seinem individuellen Verbrauch abgerechnet werden.

Eine pauschale Abrechnung der Heizkosten ist nicht erlaubt. Das bedeutet, dass Mieter ihre Kosten durch sparsames Heizen selbst reduzieren können – zumindest in einem gewissen Maße. Der Vermieter ist nämlich verpflichtet 50 bis 70 Prozent der Kosten verbrauchsabhängig abzurechnen. Die übrigen 30 bis 50 Prozent werden auch bei den warmen Nebenkosten mittels Verteilerschlüssel umgelegt.

Eine Abrechnung nach 100 prozentigem Verbrauch kann im Mietvertrag vereinbart werden. Um den individuellen Verbrauch zu ermitteln, müssen die Verbrauchszähler (Wärmezähler oder Heizkostenverteiler) der Mieter abgelesen werden. Heizkostenverteiler sind Geräte, die am Heizkörper befestigt werden und die verbrauchte Wärmemenge erfassen.