Wie Alt Werden Löwen? - Tehnopolis

Wie Alt Werden Löwen?

Wie Alt Werden Löwen

Wie alt werden Löwen normalerweise?

Löwen sind die größten Katzen Afrikas und die zweitgrößten Katzen der Welt, Männchen sind wesentlich größer und schwerer als die Weibchen. Schon von weitem sind sie unschwer an ihrer Mähne zu erkennen, die Kopf und Hals umwallt und sie noch größer und eindrucksvoller erscheinen lässt.

  • Im Unterschied zu allen anderen Katzen leben Löwen typischerweise gesellig in Rudeln,
  • Die Weibchen bilden den festen Teil der Gruppe, während die Männchen alle paar Jahre wechseln, wenn die Rudelbesitzer von jüngeren Geschlechtsgenossen in häufig schweren Kämpfen besiegt und ihnen die Weibchen abgenommen werden.

Im Alleingang jagen Löwen bevorzugt Zebras oder andere mittelgroße und große Huftiere, Wenn sie zu mehreren auf Beutejagd gehen, überwältigen sie auch größere Pflanzenfresser wie Büffel oder Giraffen, Sie selbst fallen vor allem Wilderern zum Opfer, die es insbesondere auf ihre Knochen abgesehen haben, die in der Traditionellen Asiatischen Medizin als Ersatz für Tigerknochen Verwendung finden oder werden in Folge von Mensch-Wildtier-Konflikten getötet, wenn sie aus Mangel an Beutetieren Nutztiere reißen.

Verwandtschaft Ordnung der Raubtiere, Familie der Katzen, zwei Unterarten, deren Verwandtschaftsverhältnisse noch nicht abschließend geklärt sind
Größe Kopfrumpflänge 158 – 250 cm, Schulterhöhe 107 – 123 cm, Schwanzlänge ca.1 m, Männchen deutlich größer als Weibchen, Asiatische Löwen etwas kleiner als Afrikanische
Gewicht 150 – 225 kg bei Männchen, 110 – 192 kg bei Weibchen, Männchen deutlich schwerer als Weibchen
Besonderheiten zweitgrößte Katzenart der Welt, muskulöser Körper, einzigartige Löwenmähne der Männchen, einzige gruppenlebende Katzenart
Soziale Organisation typischerweise gesellig in Rudeln, junge und alte Männchen ebenso wie vertriebene Weibchen leben hingegen als Einzelgänger oder in Kleingruppen
Fortpflanzung Tragzeit von rund 3,5 Monaten, Geburten an versteckten Orten abseits der Rudel
Jungtiere 1 – 6 Junge pro Wurf, Nesthocker, gemeinschaftliche Jungenaufzucht im Rudel, Säugzeit 6 – 12 Monate
Lebenserwartung Weibchen bis zu 16 Jahre, Männchen bis zu 12 Jahre in freier Wildbahn
Geografische Verbreitung Sub-Sahara-Afrika, nicht im zentralafrikanischen Regenwald, Gir Forest in Indien
Lebensraum vor allem Savannenlandschaften wie Grasländer, Buschländer und Trockenwälder, selten auch Halbwüsten und Gebirge
Ernährung Fleischfresser, Beutespektrum reicht von Insekten bis junge Elefanten, erbeuten vor allem mittelgroße und große Huftiere wie Gnus und Zebras, Schleich- und Lauerjäger, jagen einzeln, in kleinen oder großen Gruppen, spielen als Spitzenprädatoren eine wichtige Rolle im Ökosystem
Bestandsgröße 23.000 – 39.000 Tiere (2013), Trend: abnehmend
Gefährdungsstatus „gefährdet” (Internationale Rote Liste), Gefährdungsstatus der Unterarten noch nicht abschließend geklärt

Wie alt wird ein Löwe in Gefangenschaft?

Sieben erstaunliche Fakten über Löwen| National Geographic Veröffentlicht am 5. Feb.2019, 16:23 MEZ Wie Alt Werden Löwen Drei Löwinnen und ihr Nachwuchs ruhen sich im Gras des Okavangodeltas in Botswana aus. Die Weibchen bleiben ein Leben lang bei ihrem Rudel und müssen ihre Jungen oft vor männlichen Löwen verteidigen, die den Nachwuchs fremder Männchen töten, wenn sie ein neues Rudel übernehmen.

  • Die Big Cats Initiative von National Geographic hat es sich zum Ziel gesetzt, das Aussterben von Löwen, Geparden und anderen Raubkatzen zu verhindern, und fördert zu diesem Zweck unter anderem innovative Programme.
  • Erfahrt mehr darüber, wir ihr dabei helfen könnten, unsere Raubkatzen zu retten.
  • Foto von 1.

Der Löwe ist die stimmgewaltigste Großkatze. Das markerschütternde Gebrüll der nach dem Tiger zweitgrößten Katze ist aufgrund des speziell ausgebildeten Kehlkopfes selbst aus acht Kilometern Entfernung zu hören.2. Löwen sind die geselligsten Raubkatzen. Wie Alt Werden Löwen Ein ausgewachsener Löwe läuft durch die Graslandschaft des Okavangodeltas in Botswana. Biologen vermuten, dass sich die eindrucksvolle Mähne der Männchen teils auch zum Schutz ihres Halses bei Kämpfen entwickelt hat. Foto von 3. Löwen sind ausgezeichnete Sprinter.

Auf kurzer Strecke erreichen sie eine Spitzengeschwindigkeit von 60-80 km/h. Aber, Der Überraschungseffekt spielt dabei eine große Rolle. Denn die meisten Beutetiere wie Zebras oder Gazellen sind vor allem auf langen Strecken noch schneller.4. Erwachsene Löwen verschlingen bis zu 30 Kilogramm Fleisch pro Mahlzeit.

Das entspricht dem Gewicht einer kleinen Ziege. In der Regel begnügen sie sich mit rund sieben Kilogramm – das sind umgerechnet immerhin 30 Steaks. Wie Alt Werden Löwen Galerie ansehen 5. Löwen schlafen bis zu 20 Stunden am Tag. Das können sie sich auch leisten. Als Fleischfresser nehmen sie viele Kalorien pro Mahlzeit zu sich. Außerdem haben erwachsene Löwen keine natürlichen Feinde – außer sich selbst.6. Der Löwe ist sich selbst der größte natürliche Feind.

Die Hälfte der Jungtiere wird keine zwei Jahre alt. Männliche Tiere töten fremde Löwenkinder, um mit deren Müttern selbst Nachwuchs zu zeugen. Alte Löwenmännchen werden oft von jüngeren Konkurrenten getötet oder vertrieben.7. männlicher Löwen ist ein Indikator für das Alter und die Gesundheit der Tiere.

Dabei gilt: Je dunkler die Mähne, desto älter und gesünder ihr Träger. Löwen in freier Wildbahn leben meist kaum mehr als 10 Jahre, während Tiere in Gefangenschaft über 3o Jahre alt werden können.

Wer ist der Feind des Löwen?

© Richard Barrett / WWF UK Gemeinsam sind sie fast unbezwingbar: Löwen sind die einzigen Katzen auf der Erde, die im Rudel leben. Erwachsene Tiere haben keine natürlichen Feinde. Deshalb können sie trotzdem nicht den ganzen Tag faulenzen. Allein das Beutejagen ist anstrengend genug.

Was frisst ein Löwe am Tag?

Was frisst ein Löwe? – Löwen sind Rudeltiere und jagen daher ihre Beute auch im Rudel. Sie fressen täglich sieben bis zehn Kilogramm Fleisch. Allerdings brauchen Löwen nicht unbedingt jeden Tag Nahrung, sondern können auch bis zu 40 Kilogramm auf einmal verschlingen und dann ein paar Tage pausieren. Zu ihren Beutetieren zählen Säugetiere – vor allem Antilopen, Gazellen, Zebras und Gnus.

Wie alt ist der älteste Löwe der Welt?

Ältester wilder Löwe Loonkito in Kenia von Hirten getötet Der älteste wild lebende Löwe ist tot. Loonkito wurde in Kenia von Hirten getötet. Er wurde 19 Jahre alt. Loonkito ist tot. Der männliche Löwe galt als ältester wild lebender Löwe weltweit. Nun wurde er im Alter von 19 Jahren von Hirten getötet.

Das berichtet CBS News, Er hatte wohl in der Nacht auf den vergangenen Donnerstag sein Zuhause, den Amboseli-Nationalpark verlassen, um auf Futtersuche zu gehen. Das wurde ihm zum Verhängnis. Loonkito hatte Zeit seines Lebens über ein großes Rudel an Weibchen und Jungtieren geherrscht, welches er in den letzten Jahren immer wieder verteidigen konnte.

Im Jahr 2017 war sein Bruder und Gefährte Ambogga bei einem Kampf gegen andere Löwen ums Leben gekommen. Loonkito selbst war dabei schwer verletzt worden. Wild lebende Löwen sterben häufig im Kampf um Rudel und Territorien gegen andere männliche Löwen.

  1. Ein Alter weit über ein Jahrzehnt ist auch deswegen ungewöhnlich.
  2. Für Loonkito und andere Löwen gibt es aber auch noch eine andere Gefahr in der Wildnis: die Menschen.
  3. Der Todesfall von Loonkito ist in jüngster Zeit einer von vielen.
  4. Insgesamt haben Hirten innerhalb einer Woche in Kenia elf Löwen getötet.

Einige von ihnen wurden aufgespießt. Diese sollen zuvor Ziegen und Hunde gerissen haben. Das gilt wohl auch für Loonkito, der offenbar in der Region Mbirikani unterwegs war. Wegen der jüngsten Ereignisse verabredeten sich kenianische Beamte und Einwohner der betroffenen Dörfer zu einer Art Krisentreffen.

Bei der Zusammenkunft ging es darum, “den eskalierenden Konflikt zwischen Menschen und Wildtieren, der in den letzten zwei Tagen in dem Gebiet aufgetreten ist und der zum Verlust von elf Tieren und zur Vergeltung von elf Löwen geführt hat” aufzuarbeiten. Ziel sei es, eine “friedliche und harmonische Koexistenz zwischen der Gemeinde und den Wildtieren” zu erreichen.

Die kenianische Naturschutzorganisation “Big Life Foundation” erklärte, dass “die Situation vom Kenya Wildlife Service sehr ernst genommen wird”. Es wurden Untersuchungen eingeleitet. “Wir sind zwar erleichtert, dass es keine menschlichen Verletzungen gab, aber dieser tragische Vorfall ist eine harte Veranschaulichung der Herausforderungen bei der Gewährleistung der Koexistenz zwischen Menschen und Wildtieren”, heißt es in der Erklärung: “Big Life setzt sich weiterhin für das Wohlergehen von Menschen und Tieren im Amboseli Ökosystem ein und wird weiterhin mit der breiten Gemeinschaft zusammenarbeiten, die Naturschutzinitiativen unterstützt, während wir uns von diesem Ereignis erholen.” Die gemeinnützige Naturschutzorganisation Lions Group nahm von Loonkito mit emotionalen Worten Abschied.

Ist der Löwe stärker als der Tiger?

Ist ein Löwe gefährlicher als ein Tiger? – Der Tiger ist aufgrund seines Körperbaus stärker – Tiger und Löwe werden sich in freier Wildbahn aufgrund ihrer verschiedenen Lebensräume kaum begegnen. Wenn dem so wäre, gingen sie sich wohl aus dem Weg, denn sie jagen grundsätzlich kleinere und schwächere Tiere.

Sie können jedoch in Naturfilmen Kämpfe zwischen Tigern und Löwen anschauen. In der Regel wurden diese jedoch inszeniert. Vor allem für Kinder ist die Frage interessant, ob der Tiger oder der Löwe stärker ist, wenn beide miteinander kämpfen würden. Wird die Frage so gestellt, muss geantwortet werden, dass der Tiger stärker ist.

Vergleichen Sie doch einmal den Körperbau der Tiere miteinander. Ein Löwe ist graziler gebaut und nicht so schnell wie der Tiger, der dem Löwen erfolgreich davonlaufen würde. In freier Wildbahn sind Tiger agiler. Der Löwe gilt eher als faul, vor allem die Männchen.

Wie viel kostet ein Löwen?

Die Tiere werden im europäischen Ausland gezüchtet – Die Tiere selbst würden im europäischen Ausland gezüchtet und könnten dort vergleichsweise günstig erstanden werden. Eine junge Löwin koste nach Schätzungen von Eiserlo etwa 5.000 Euro bis 10.000 Euro – und ist damit auch für viele Menschen erschwinglich, die sich eine sachgemäße Unterbringung des Tiers jedoch absolut nicht leisten könnten.

  1. Wie viele Löwen in Deutschland privat gehalten werden, sei schwer zu sagen, sagt Eiserlo im “Spiegel”.
  2. Er schätze, dass in Deutschland allein 130 bis 160 Tiger bei Privatpersonen leben.
  3. Zu Löwen habe eine Studie der Tierorganisation “Vier Pfoten” im Jahr 2018 von den Behörden keine Antwort bekommen.
  4. Hinzu komme noch eine unbekannte Zahl weiterer Großkatzen wie Leoparden, Pumas und Geparden.

Deren Halter würden diese oft gar nicht erst anmelden, auch seien der Handel und Transport hier wesentlich einfacher.

Welches Tier besiegt den Löwen?

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Wie lange schläft der Löwe?

Wildlife: Löwe müsste man sein Von bilder von Shutterstock Wie Alt Werden Löwen Foto von Shutterstock Vielschläfer: 13 Stunden schlummert ein Löwe im Durchschnitt. Alle Säugetiere brauchen Schlaf. Aber warum schläft ein Löwe 13 Stunden, die Giraffe nur 4,5? Der Schlafforscher Jerome ­Siegel von der Universität Kalifornien erklärt das so: Tiere haben unterschiedliche Strategien entwickelt, mit denen sie ihre Energie­reserven schonen und so vermeiden können, gefressen zu werden.

  1. Elefanten zum Beispiel dösen nur drei bis vier Stunden pro Tag.
  2. «Weil sie so groß sind, müssen sie die meiste Zeit fressen», sagt Siegel.
  3. Die Mausohrfledermaus dagegen schläft fast den ganzen Tag – sie spart Kräfte für die wenigen Stunden in der Nacht, in denen sie auf Insektenjagd geht.
  4. Das Schnabeltier kann es sich leisten, täglich 14 Stunden zu schlafen: Es ernährt sich von Krebsen, wahren Kalorienbomben, die lange vorhalten.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Sicherheit: Tiere, die in Verstecken ruhen, schlafen meist tiefer und länger als solche, die sich ohne Deckung erholen und stets auf der Hut sein müssen. Aber natürlich gibt es auch solche, die überall und jederzeit dösen.

Warum fressen Löwen ihre Jungen?

Leipziger Zoo : “Ein Happs und es ist weg” – 8. August 2019, 13:02 Uhr Löwin Kigali mit den beiden Löwenbabys, die am 2. August geboren wurden. (Foto: dpa) Nachdem eine Löwin im Leipziger Zoo ihre beiden Jungen aufgefressen hat, sind viele Fragen offen. Ein Zoologe erklärt, warum Tiermütter so etwas tun. Interview von Alexandra Dehe Traurige Nachricht aus dem Leipziger Zoo: Die erst vergangenen Freitag geborenen Löwenbabys sind tot.

Mutter Kigali hatte sie am Montagabend nach der Fellpflege vollständig gefressen. Eine Löwin, die ihre Jungen auffrisst? Für manche klingt das befremdlich – für Zoologen ist das Teil der Evolution. Joachim Scholz vom Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum in Frankfurt am Main ist eigentlich Meereszoologe, hat sich aber schon früh mit Löwen beschäftigt und einige Publikationen über die Großkatzen veröffentlicht.

Seit 20 Jahren hält der 58-jährige Wissenschaftler Vorlesungen über die Tiere, Dafür informiert er sich auch immer wieder in Zoos und Zirkussen. Im Interview erklärt Scholz, warum Mütter auch mal ihren eigenen Nachwuchs töten. SZ: Herr Scholz, warum frisst eine Löwin ihre eigenen Jungen? Joachim Scholz: So etwas ist an sich nicht ungewöhnlich.

Die Hälfte der Löwenbabys stirbt in der Savanne ohnehin bereits in den ersten Wochen. Das klingt brutal, doch die Löwin reproduziert sich nur, wenn es sich für sie lohnt. Löwinnen werfen im Schnitt zwei bis drei Junge. Wenn sie riechen, dass mit den Jungen nach der Geburt etwas nicht in Ordnung ist oder diese krank sind, kommt es vor, dass sie sie auffressen, um Energie für die Aufzucht zu sparen und zu recyceln.

Gibt es weitere Gründe für ein Verhalten, wie es die Löwin im Leipziger Zoo gezeigt hat? Womöglich war die Mutter unerfahren. Die Zunge eines Löwen ist mit Widerhaken versehen und dadurch sehr rau. Da kann es passieren, dass die Mutter während der Fellpflege zu fest vorgeht.

  • Möglicherweise hat daraufhin eines der Jungen etwas geblutet und deswegen hat sie angefangen, zu fressen.
  • Zudem war es ihr erster Wurf, da ist das Risiko sowieso viel größer – der erste Wurf ist für viele Tiere zum Üben da.
  • Für uns Menschen klingt das befremdlich.
  • Aber nach den Regeln der Evolution ist es ein natürliches Verhalten.

Tiere müssen mehr Energie einnehmen als sie verbrauchen. Wenn eine Mutter ihr Junges frisst, wird ein Teil der Nährstoffe, die in den Nachwuchs geflossen sind, wieder aufgenommen. Joachim Scholz vom Senckenberg Forschungsinstitut hält einen fossilen Löwenkopf in den Händen. (Foto: Senckenberg-Institut) Erinnern Sie sich an einen ähnlichen Fall? Vor einigen Jahren hat eine Lippenbärin in einem Zoo in Washington versucht, ihre Jungen zu fressen.

  1. Die Revierpfleger konnten allerdings noch rechtzeitig eingreifen und eines retten, die anderen landeten in ihrem Bauch.
  2. Das überlebende Bärenjunge wurde mit der Hand hochgepäppelt und brauchte erst einmal Antibiotika.
  3. Die Mutter hatte also eine schwere Infektion gewittert.
  4. Sollten Pfleger Ihrer Meinung nach eingreifen oder der Natur freien Lauf lassen? Das kommt darauf an.

Normalerweise versucht man im Zoo schon, die Jungen zu retten – gerade bei Arten, die vom Aussterben bedroht sind. Allerdings sind die Kleinen bei der Geburt kaum schwerer als ein Hausmeerschweinchen. Das ist ein Happs und es ist weg. So schnell können die Pfleger meist gar nicht handeln.

Ist ein Löwe intelligent?

5. Sternzeichen Löwe (23. Juli – 22. August) – Der Löwe ist gleichermaßen kämpferisch wie freundlich und verfügt über eine unübertroffene soziale Intelligenz, die ihn für Führungsaufgaben, Rechtsstreitigkeiten und Krisenmanagement prädestiniert. Löwen wollen gewinnen und gesehen werden und betrachten Unterschätzung als persönliche Herausforderung.

  • Manchmal schießt das Sternzeichen laut Horoskop deshalb jedoch auch über das Ziel hinaus.
  • Nichtsdestotrotz: Die Frau mit dem höchsten IQ der Welt laut Guinness-Buch der Rekorde, Marilyn vos Savant, ist – man möchte fast sagen selbstverständlich – eine Löwin.
  • Eine weitere Artgenossin: Kylie Jenner.
  • Die jüngste Tochter des Kardashian Clans gründete 2015 ihr Unternehmen Kylie Cosmetics,

So jung ein mutiger Schritt, aber der Erfolg gibt ihr Recht.

Was ist die stärkste Löwenart?

Die letzten Berberlöwen – Könige im Exil | W wie Wissen SENDETERMIN So., 01.04.12 | 17:00 Uhr | Das Erste Es war ein großer Tag für den Zoo Hannover: Zwei winzige Fellknäuel erblickten am 24. Februar 2011 das Licht der Welt, die Berberlöwen Joco und Zari.

  • Erst seit März 2010 halten die Hannoveraner diese seltene Löwenart – die erste Begegnung der Eltern der Kleinen fand sogar erst im Juli statt.
  • Das neue Zuchtprogramm ist also ein voller Erfolg.
  • Der Berberlöwe hat eine Sonderstellung unter den Löwen.
  • Er ist größer und stärker als alle anderen Löwenarten.

Die Männchen werden bis zu 300 Kilogramm, die Weibchen bis zu 180 Kilogramm schwer. Die Mähne der Männchen ist besonders beeindruckend, sein üppiger Brustpelz zieht sich hinunter bis zum Bauchnabel. Kein Wunder also, dass Künstler ihn als Vorbild für ihre Darstellungen von Löwen in Bildhauerei und Malerei nahmen.

Disney machte ihn gar zum “König der Löwen”. Doch die Berberlöwen sind praktisch ausgestorben. Joco und Zari sind die Nummern 83 und 84 der derzeit bekannten noch lebenden Exemplare. Ursprünglich lebten Berberlöwen in ganz Nordafrika. Doch durch die Ausdehnung der menschlichen Siedlungen und durch verstärkte Jagd wurden die Raubkatzen immer stärker zurück gedrängt, bis schließlich nur noch in Algerien und Marokko letzte Bestände zu finden waren.

Schon in der Erstausgabe von Brehms Tierleben aus dem Jahre 1863 heißt es: “Namentlich in Algier ist er gegen früher sehr dünn geworden; die häufigen Kriege der Franzosen mit den Arabern haben ihn verdrängt, und die französischen Löwenjäger, zumal der berühmte Jules Gerard, haben seine Reihen sehr gelichtet.”Vermutlich 1942 wurde der letzte in Freiheit lebende Berberlöwe erschossen.

Spätestens aber seit den Fünfzigerjahren waren die Tiere vom Erdboden verschwunden und für immer verloren. So schien es zumindest. Wie sich später herausstellen sollte, gab es doch noch Hoffnung für diese seltene Löwenart. Die marokkanischen Herrscher – früher Sultane, später Könige – hatten sich Berberlöwen als Palastlöwen gehalten.

Im Jahr 1970 übergab König Hassan II. seine Löwen an den Zoo der Stadt Rabat. Aber waren die Tiere wirklich noch reine Berberlöwen? Die Möglichkeit der Genanalyse existierte damals noch nicht. Uns selbst wenn – ohne in Freiheit lebende Exemplare fehlte die Vergleichsmöglichkeit.

Als genetischer Abgleich kamen nur Knochen und Zähne ausgestopfter Exemplare in Frage, aber nur damit ist selbst bei heutigem Stand der Technik keine eindeutige Aussage möglich. Man verließ sich also auf die äußeren Merkmale der Tiere und die Tatsache, dass Berberlöwen in der Natur durch die Sahara von allen anderen afrikanischen Löwenarten getrennt waren, eine Durchmischung also praktisch unmöglich war.

Der Zoo Rabat verteilte die ihm anvertrauten Tiere weiter. Nicht um damit Geld zu verdienen, sondern um die Nachzucht auf breitere Füße zu stellen. Elf Zoos weltweit halten inzwischen wieder kleine Berberlöwenpopulationen. Hannover war der jüngste Neuzugang, aber auch ein ungarischer Zoo hat nun Interesse signalisiert.

  • Ein großes Problem für die Nachzucht ist die geringe Anzahl der verbliebenen Tiere.
  • Je enger verwandt sie sind, desto größer ist die Gefahr der Inzucht.
  • Trotzdem wurden längere Zeit Löwen miteinander verpaart, ohne dass ausreichend Informationen über ihre Herkunft und ihren genetischen Hintergrund existierten.

Bereits in den Neunzigerjahren gab es einen ersten Versuch, für die verbliebenen mutmaßlichen Berberlöwen ein Zuchtbuch zu erarbeiten. Er wurde jedoch nicht vollendet. Erst 2009 gelang es dem englischen Wildbiologen Simon Black – mit Unterstützung durch die Forscher Noboyuki Yamaguchi und Jim Groombrigde sowie Adrian Harland von der Aspinall Foundation für bedrohte Tierarten – eine verlässliche Ordnung in die Löwenzucht zu bringen.

“Das größte Problem”, sagt Black, “war der totale Mangel an Aufzeichnungen. Einer meiner Kollegen hat sich in Marokko durch alte Unterlagen und Notizen gearbeitet, um herauszufinden, was für Zuchtprogramme es gab, und welche Tiere daran beteiligt waren. Ich habe das Gleiche für die europäischen Zoos gemacht.

Wir haben Pressemitteilungen gesichtet, Transportpapiere und eventuell vorhandene Zuchteinträge in den Zoounterlagen. Und aus alledem haben wir versucht, uns ein Bild davon zu machen, welches Tier mit welchem wie verwandt ist und ob es sich bei einigen Tieren überhaupt um Nachfahren der marokkanischen Palastlöwen handelt.” Die Arbeit dauerte fast sechs Jahre, aber am Ende stand ein erstaunlich präzises Ergebnis fest: Alle heute in den europäischen Zoos lebenden Berberlöwen lassen sich auf nur zwölf Urahnen zurück führen – die im Zoo in Rabat lebenden sogar auf nur sechs.

Von diesen und weiteren im Zug der Forschung gewonnen Fakten ausgehend, erarbeiteten Black und seine Kollegen ein inoffizielles Zuchtbuch. Adrian Harland, der Animal Director des Port Lympne Wild Life Parks in der englischen Grafschaft Kent, ist seitdem der Zuchtberater für alle interessierten europäischen Zoos.

Auch der Zoo Hannover hat ihn bereits kontaktiert, denn mit zwei Jahren sind Löwen bereits geschlechtsreif. Da will man sich frühzeitig nach geeigneten Partnern für Joco und Zari umsehen. “Ich achte bei meinen Empfehlungen auf verschiedene Kriterien”, erläutert Harland.

  1. Zum einen auf das Alter: Ich kann einen jungen Löwen wie Joco nicht mit erfahrenen, dominanten Weibchen zusammen bringen.
  2. Die watschen ihm eine, sein Selbstbewusstsein bekommt einen Knacks und das war‘s dann mit der Paarung.” Ebenso wichtig: Die Herkunft und die genetischen Merkmale.
  3. Prinzipiell ist es günstig, Tiere zu haben, die nicht sehr eng miteinander verwandt sind.

Aber wenn eine Löwin zum Beispiel ein eher seltenes Genmerkmal hat, dass man unbedingt erhalten und weitergeben möchte, dann kann es besser sein, einen genetisch ähnlichen Partner zu wählen. Harlands Empfehlungen werden gern zur Orientierung genommen, sind aber nicht verbindlich, da das Zuchtbuch nicht von der Europäischen Zoovereinigung EAZA autorisiert ist.

Grund ist wohl vor allem der ungeklärte Status als echte Berberlöwen. Trotzdem halten die beteiligten Zoos an der separaten Weiterzucht dieser Löwenlinie fort.”Wenn es keiner macht”, sagt Klaus Brunsing vom Zoo Hannover, “würden sie einfach im übrigen Löwenpool der Zoos aufgehen und verschwinden. Und wir wissen ja nicht, ob wir sie nicht vielleicht doch eines Tages wieder in die Freiheit entlassen können.” Doch dafür wäre vieles nötig: Ein ausreichendes Wiedererstarken der Bestände, eine Art Nationalpark, der den Tieren ausreichend Lebensraum und Beute bietet und die sichere Unterbindung der erneuten Jagd auf die Berberlöwen.

Wahre Herkulesaufgaben, bis zu deren Erfüllung sicher noch Generationen vergehen werden. Autor: Thomas Wagner (NDR) Stand: 07.08.2013 09:20 Uhr

Wer frisst bei den Löwen zuerst?

Ernährung – Löwin im Kampf mit einem Kaffernbüffel in der Serengeti, Löwen springen große Huftiere von hinten an, um sie zu Fall zu bringen Zwei Männchen beim Kampf um die Beute, Etosha-Nationalpark Männchen und Jungtier an einem Kaffernbüffel im südafrikanischen Kruger-Nationalpark Löwen jagen meist bei Dunkelheit oder in den kühlen Morgenstunden. Sie sind opportunistische Jäger, die zumeist diejenigen Tiere erbeuten, die gerade verfügbar sind. Zu den Beutetieren gehören vor allem mittelgroße und große Huftiere wie Antilopen, Gazellen, Gnus, Büffel, Zebras und Warzenschweine, auch domestizierte Huftiere wie Hausrinder und Esel, aber auch Raubtiere wie Hyänen und Schakale sowie kleinere Säugetiere wie Hasen und Nagetiere, außerdem Vögel wie Geier und Strauße und manchmal Reptilien wie Schildkröten und Krokodile sowie Fische und sogar Insekten.

In manchen Gegenden spezialisieren sich Löwen auch auf eher untypische Beutetiere. So schlagen Löwen in großen Rudeln mit Gruppenstärken von etwa 30 Tieren am Savuti bisweilen halbwüchsige Elefanten und am Linyanti Flusspferde (beides im Chobe-Nationalpark, Botswana ) oder auch Giraffen (meist Jungtiere).

In Teilen dieses Nationalparks und im benachbarten Hwange-Nationalpark machen Elefanten etwa 20 Prozent der Löwennahrung aus, wobei vor allem Jungtiere und insbesondere Halbwüchsige im Alter von vier bis elf Jahren erlegt werden. In Namibia zählen bei den Wüstenlöwen auch Seebären zu den Beutetieren.

  • Selbst große Rudel sind aber nicht in der Lage, ausgewachsene Nashörner zu erlegen.
  • Männliche Löwen sind erfolgreiche Jäger, nehmen jedoch nur an drei bis vier Prozent der Jagden teil; häufiger als Weibchen fressen sie Aas,
  • Eine Studie im Kruger-Nationalpark ergab allerdings, dass selbst territoriale männliche Löwen, die ein Rudel besitzen, regelmäßige Jäger sind.
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Besonders in dicht bewachsenen und unübersichtlichen Lebensräumen scheinen rudelführende Männchen sich weniger von der Beute ihrer Weibchen zu ernähren als in offenen Lebensräumen. Nicht-territoriale Löwenmännchen, die noch kein Rudel erobern konnten, müssen sich ohnehin ihre Beute selbst beschaffen und regelmäßig jagen.

  1. Im Gegensatz zu den weiblichen Tieren, die im untersuchten Gebiet vor allem Zebras und Gnus bevorzugten, jagten die Löwenmännchen vor allem Kaffernbüffel.
  2. Junglöwen gehen im Alter von drei Monaten zum ersten Mal mit der Mutter zur Jagd.
  3. Erst im Alter von zwei Jahren haben sie die Jagdkunst so weit erlernt, dass sie nicht mehr von Alttieren abhängig sind.

Löwen sind keine ausdauernden Läufer und können ihre Höchstgeschwindigkeit von etwa 60 Kilometer pro Stunde nicht lange durchhalten. Viele der wesentlichen Beutetiere erreichen außerdem eine höhere Höchstgeschwindigkeit als Löwen. Auf Grund des Körperbaus kann ein Löwe jedoch schnell beschleunigen und ist daher auf kurzer Distanz in der Lage, beispielsweise ein Zebra einzuholen, das ihm aufgrund seiner Höchstgeschwindigkeit von 65 Kilometer pro Stunde auf längeren Strecken entkommen könnte.

  1. Löwen müssen sich deshalb im Normalfall bis auf wenige Dutzend Meter an die Beute heranpirschen.
  2. Sie schleichen sich geduckt oft über mehrere hundert Meter an die Beute heran, wobei jede Deckung ausgenutzt wird.
  3. Je näher sie der Beute kommen, desto mehr achten sie auf Deckung.
  4. Ist eine Distanz von zirka 30 Metern erreicht, wird die Beute in mehreren Sätzen angesprungen; jeder Sprung ist dabei etwa sechs Meter weit.

Durch die Wucht des Aufpralls kann selbst ein Beutetier, das wie beispielsweise ein Zebra doppelt so schwer ist wie der jagende Löwe, aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Kleinen Beutetieren wie etwa einer Thomsongazelle durchbeißen Löwen anschließend das Genick.

  • Größere Beutetiere wie ein Gnu oder Zebra werden durch einen Kehlbiss getötet.
  • Da die Eckzähne des Löwen zu kurz sind, um größere Blutgefäße zu erreichen, töten Löwen diese größeren Beutetiere, indem sie die Luftröhre einklemmen und so die Sauerstoffversorgung des Gehirns unterbrechen.
  • Nach dem Jagderfolg kommt die Rangfolge im Rudel zum Tragen.

Die adulten Männchen dürfen zuerst fressen, es folgen die ranghöchsten Weibchen, zuletzt die Jungen. Am Kadaver kommt es nicht selten zu Rangkämpfen, bei denen Rudelmitglieder verletzt werden. Der Jagderfolg ist abhängig vom Geschick der jagenden Tiere, von der Tageszeit, den lokalen Gegebenheiten und der bejagten Tierart.

In der Serengeti sind 14 Prozent aller Jagden auf Riedböcke und 32 Prozent aller Angriffe auf Gnus erfolgreich. Der Jagderfolg von Löwen ist damit dort deutlich geringer als der von Afrikanischen Wildhunden oder Geparden, Da Löwen in offenen Landschaften jagen, erhöht die gemeinsame Jagd die Chance, erfolgreich Beute zu schlagen.

Nach einer Untersuchung in der Serengeti verdoppelt sich der Jagderfolg, wenn zwei Löwinnen gemeinsam jagen. Der Jagderfolg stieg in dieser Untersuchung jedoch nicht wesentlich an, wenn mehr als zwei Löwinnen an der Jagd beteiligt waren. Eine Studie in einer halbwüstenähnlichen Region in Namibia kam dagegen zu dem Ergebnis, dass diejenigen Rudel den höchsten Jagderfolg haben, bei denen mehrere Löwinnen ihre Jagdtechnik eng koordinieren.

In dieser weitgehend deckungslosen Landschaft kreisten einige Löwinnen die Beute ein, während andere sich in einem Hinterhalt auf die Lauer legten. Ein weiterer Vorteil der gemeinschaftlichen Jagd liegt darin, dass die Beute im Rudel leichter gegen andere Räuber wie Wildhunde und Hyänen verteidigt werden kann.

Oft fressen Löwen auch Aas. Dabei vertreiben sie häufig andere Raubtiere wie Tüpfelhyänen von ihrer Beute – weit häufiger als umgekehrt. In einigen Gebieten Ostafrikas jagen Löwen Hyänen 70 Prozent ihrer Jagdbeute ab. Löwen finden die Beute anderer Raubtiere, indem sie auf kreisende Geier achten, die Beute von Hyänen aber auch, indem sie Streitereien von Hyänenrudeln um erlegte Beute akustisch lokalisieren.

Wie lange kann ein Löwe ohne Essen leben?

5 Löwen sind Raubtiere – Löwen jagen große Herdentiere wie Zebras, Gnus, Büffel und Antilopen. An der Jagd beteiligen sich vor allem die Weibchen und die jungen Löwen. Manchmal wird behauptet, die männlichen Löwen seien zu faul zur Jagd. Doch auch sie können sich selbst versorgen.

Da diese großen Raubtiere nicht sehr ausdauernd sind, schleichen sie sich zunächst bis auf wenige Meter an die Beute heran. Sie werfen das Beutetier zu Boden und beißen ihm die Kehle oder das Genick durch. Weil die Jagd anstrengend und oft erfolglos ist, neigen Löwen auch dazu, die Beute der Hyänen zu stehlen.

Löwen fresse n 20 bis 40 Kilogramm Fleisch auf einmal, können danach aber zwei bis drei Tage ohne Nahrung auskommen. Löwen selbst müssen keine Feinde fürchten. Elefanten und Nashörner können sich allerdings gut gegen Angriffe von Löwen wehren. Bilder: Hamsterkiste (4), pixabay.com (3), Familie Vosseberg (1) nach oben

Wie gut können Löwen hören?

Sie brüllen so laut, um ihr Territorium zu markieren und kommunizieren so mit Nebenbuhlern. Sie markieren ihr Revier zwar auch durch Urin und Kot, die laute Stimme der Löwen hat allerdings den Vorteil, dass sie noch über mehrere Kilometer zu hören ist.

Wie alt werden Löwen in Zoos?

Von Barcelona über Teneriffa nach Karlsruhe – Safo wurde 1997 in Barcelona geboren und lebte von 1998 bis 2009 im Loro Parque auf Teneriffa, der damals vom späteren Karlsruher Zoodirektor Matthias Reinschmidt geleitet wurde. Reinschmidt brachte die Löwin mit nach Karlsruhe.

  1. Safo lebte zuletzt als Einzeltier im Karlsruher Zoo.
  2. Der Versuch, Safo mit Löwen-Kater Menelaos zu vergesellschaften, war 2011 fehlgeschlagen, weil sich die beiden Tiere nicht besonders gut verstanden.
  3. In den wissenschaftlich geführten Zoos Europas, in denen diese Daten erhoben werden, war sie der älteste Löwe.” Mit 24 Jahren ist sie außergewöhnlich alt geworden.

In der Natur werden Löwinnen meist nicht älter als zwölf Jahre, können in menschlicher Obhut allerdings 17 bis 18 Jahre erreichen. In Ausnahmefällen seien auch mehr als 20 Jahre möglich. Die Löwin Safo ist mit 24 Jahren im Karlsruher Zoo gestorben “Es ist traurig, dass wir dieses Charaktertier verloren haben. Es ist aber noch viel mehr. Es ist das Ende einer Ära.”

Wann ist der letzte Löwe?

Sternzeichen Löwe – Datum, typische Eigenschaften, alle Infos – Wer zwischen dem 23. Juli und 24. August geboren ist, gehört zum Sternzeichen Löwe. Löwen sind starke Persönlichkeiten und geborene Anführer:innen. Das Sternzeichen gehört zu den Feuerzeichen, sein herrschender Planet ist die Sonne.

Löwen strahlen deshalb eine besondere Wärme aus, sind großzügig und haben ein einnehmendes Auftreten. Sie können andere leicht für sich gewinnen und wissen ihr strahlendes Lächeln gezielt einzusetzen. Gleichzeitig sehnen sie sich aber nach Bewunderung und brauchen viel Aufmerksamkeit. Einige Vertreter:innen dieses Tierkreiszeichens wirken regelrecht eitel, denn Statussymbole und Luxus gehören für Löwen zum täglichen Leben.

Wie das Tier setzt sich auch das Sternzeichen Löwe für andere ein und übernimmt gerne Verantwortung. Das astrologische Symbol deutet einen Löwenkopf an: Ein kleiner Kreis geht in eine geschwungene Linie über, die die Mähne andeuten soll. Ähnliches gilt für den Aszendent Löwe.

Haben Löwen in Deutschland gelebt?

GRIN – Höhlenlöwen Vorwort Löwen im Eiszeitalter Eiszeitliche Löwen aus Europa, Asien und Amerika stehen im Mittelpunkt des Taschenbuches „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter” des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Es beginnt mit dem riesigen Mosbacher Löwen (Panthera leo fossilis), der nach etwa 600.000 Jahre alten Funden aus dem ehemaligen Dorf Mosbach bei Wiesbaden in Hessen benannt ist.

Dieser Mosbacher Löwe gilt mit einer Gesamtlänge von bis zu 3,60 Metern als der größte Löwe aller Zeiten in Deutschland und Europa. Seine Kopfrumpflänge betrug etwa 2,40 Meter, sein Schwanz maß weitere 1,20 Meter. Von dieser imposanten Raubkatze stammt der Europäische Höhlenlöwe (Panthera leo spelaea) ab, der im Eiszeitalter (Pleistozän) vor etwa 300.000 bis 10.000 Jahren in Europa lebte.

Noch größer als der Mosbacher Löwe und der Europäische Höhlenlöwe war der Amerikanische Höhlenlöwe (Panthera leo atrox) aus dem Eiszeitalter vor etwa 100.000 bis 10.000 Jahren. Er wird ebenso vorgestellt wie der vor etwa 40.000 bis 10.000 Jahren existierende Ostsibirische Höhlenlöwe (Panthera leo vereshchagini), den man auch Beringia-Höhlenlöwe nennt.

Weitere Kapitel befassen sich mit Höhlenlöwen in der Kunst der Eiszeit, Löwenfunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz, eiszeitlichen Raubkatzen in Deutschland und Löwen der Gegenwart. Geschildert wird auch der Ablauf des von starken Klimaschwankungen geprägten Eiszeitalters in Deutschland. Der Mosbacher Löwe Panthera leo fossilis Als der geologische älteste europäische Löwe gilt der Mosbacher Löwe der Unterart Panthera leo fossilis.

Die meisten Fossilien dieser Großkatze kennt man aus den Mosbach-Sanden im Stadtkreis von Wiesbaden in Hessen. In älterer Literatur ist noch der Begriff Mosbacher Sande zu lesen, der nach Empfehlungen der Stratigraphischen Kommission von 1977 durch den Ausdruck Mosbach-Sande ersetzt wird.

Bei den Mosbach-Sanden handelt es sich um Flussablagerungen des eiszeitlichen Mains, der damals weiter nördlich als heute in den Rhein mündete, des Rheins und von Taunusbächen. Der Name Mosbach-Sande erinnert an das einst zwischen Wiesbaden und Biebrich liegende Dorf Mosbach, wo man schon 1845 in etwa zehn Meter Tiefe erste eiszeitliche Großsäugerreste entdeckte.1882 schlossen sich die Dörfer Mosbach und Biebrich zur Stadt Biebrich-Mosbach zusammen.

In der Folgezeit gewann Biebrich durch Schloss, Rheinverkehr, Industrie und Kaserne eine solche Dominanz, dass man 1892 den Begriff Mosbach aus dem Stadtnamen strich. Am 1. Okober 1926 wurde Biebrich in Wiesbaden eingemeindet. In Mosbach befanden sich von der Mitte des 19.

Jahrhunderts bis etwa um 1910 zu beiden Seiten der Biebricher Allee – ungefähr beim heutigen Landesdenkmal – zahlreiche Gruben, in denen man Sande und Kiese abgebaut hat. Der dort vorhandene feine Sand diente nicht nur für Bauvorhaben, sondern wurde auch gerne von Hausfrauen zum Scheuern von Holzfußböden verwendet.

Später wurden die Abbauflächen erweitert und nach Südosten verlagert. Dort hat die Firma Dyckerhoff die stellenweise fossilreichen Schichten der Mosbach-Sande bis Ende 2005 großflächig abgebaut. Dies geschah, um an die darunter liegenden etliche Millionen Jahre alten tertiärzeitlichen Kalksteine zu gelangen, die man zur Zementherstellung benötigte.

  • Heute werden nur noch die Mosbach-Sande als Rohstoff benötigt.
  • Beim Abbau der Mosbach-Sande kommen immer wieder Überreste von Wirbeltieren zum Vorschein, die wohl zum größten Teil aus dem nach einem englischen Fundort bezeichneten Cromer-Komplex (etwa 800.000 bis 480.000 Jahre) stammen.
  • Die charakteristische Cromer-Forest-Bed-Abfolge in Norfolk (England) wurde 1882 von dem englischen Geologen Clement Reid (1855–1916) beschrieben.

Als so genannte Typuslokalität gilt West Runton bei Cromer mit einem Alter von höchstens 700.000 Jahren. Das Klima im Cromer war nicht einheitlich. Einerseits gab es sehr milde, andererseits aber auch kühle Abschnitte. In Mitteleuropa wird das Cromer in vier Warmzeiten und vier Kaltzeiten gegliedert.

  1. Nur die früheste Cromer-Warmzeit I (auch Cromer-Interglazial I genannt) wird dem Altpleistozän (etwa 1,9 Millionen bis 780.000 Jahre) zuordnet.
  2. In diese Zeit fällt die fossilarme Mosbach 1-Fauna vor etwa einer Million Jahren, die ähnlich alt wie die Fossilien aus dem Leichenfeld bei Untermaßfeld nahe Meiningen in Thüringen ist.

Den größten Teil des Cromer-Komplexes rechnet man dem Mittelpleistozän (etwa 780.000 bis 127.000 Jahre) zu. Dazu zählen die Cromer-Warmzeiten II, III, IV und die dazwischen liegenden Kaltzeiten. Die fossilreiche mittelpleistozäne Mosbach 2-Fauna und die gleichaltrigen Sande von Mauer bei Heidelberg gehören entweder in die ältere Cromer-Warmzeit III (auch älteres Cromer-Interglazial III genannt) oder in die jüngere Cromer-Warmzeit IV (Cromer-Interglazial IV).

In der Literatur heißt es oft, in der schätzungsweise etwa 600.000 Jahre alten Hauptfundschicht (Graues Mosbach) lägen die Reste zweier Lebensgemeinschaften vor, die einer ausgehenden Warmzeit und einer heraufziehenden Kaltzeit innerhalb des Cromer entsprächen. Während der Warmzeit sollen beispielsweise Waldelefant und Flusspferd gelebt haben, in der Kaltzeit dagegen der riesige Steppenelefant, der Steppenbison, der Vielfaß und das Rentier.

Nach Forschungen des Wiesbadener Paläontologen Thomas Keller, die er seit 1991 in den Mosbach-Sanden unternimmt, gibt es aber keine Hauptfundschicht. Denn fast alle Schichten enthalten nach seinen Beobachtungen Fossilien. Außerdem vermutet er eher einen Wechsel von einer ausgehenden Kaltzeit zu einer beginnenden Warmzeit.

In den wärmeren Abschnitten des Cromer behaupteten sich Eichenmischwälder mit Eiben und Erlen. Merklich spärlicher gab es Hasel und Hainbuche. Während der kühlen Phasen dehnten sich Nadelmischwälder aus, in denen Kiefern überwogen. Birken wuchsen zu Beginn und gegen Ende des Cromer häufig. In Deutschland lebten im Cromer bei zeitweise warmem, mitunter aber auch kühlem Klima zwar keine Mastodonten (Rüsseltiere mit drei Backenzähnen in jeder Kieferhälfte) und Tapire mehr, jedoch weiterhin wärmeorientierte Elefanten, Nashörner und das Flusspferd Hippopotamus antiquus.

Neu waren in Deutschland die Steppenhirsche (Praemegaceros verticornis), deren breitschaufeliges Geweih dem von Damhirschen ähnelt, sowie der Mosbacher Bär Ursus deningeri als Vorfahre des jungpleistozänen Höhlenbären Ursus spelaeus. Zu den bekanntesten Fundorten mit fossilen Faunen aus dem Cromer in Deutschland zählen die erwähnten Mosbach-Sande im Stadtkreis von Wiesbaden, die aber auch ältere und jüngere Ablagerungen aus dem Eiszeitalter enthalten, die Mauerer Sande von Mauer bei Heidelberg und das Mittelmain-Cromer mit den Fundstellen Marktheidenfeld, Karlstadt, Erlabrunn, Würzburg-Schalksberg, Randersacker, Volkach und Goßmannsdorf, Voigtstedt im Harzvorland und Weimar-Süßenborn.

Umstritten ist die Zuordnung der Faunenreste aus den Tonen von Jockgrimm in der Pfalz ins Cromer. Das Naturhistorische Museum Mainz besitzt mit mehr als 25.000 Funden aus den Mosbach-Sanden die größte Sammlung von Tieren aus dem Eiszeitalter des Rhein-Main-Gebietes. Im Museum Wiesbaden wird ebenfalls eine umfangreiche Sammlung von Fossilien aus diesem Fundgebiet aufbewahrt.

Die bisher wissenschaftlich bearbeiteten Vogelreste aus den Mosbach-Sanden weisen auf ein Wasser-Sumpf-Gebiet hin, in dem außer Schwänen und Enten auch Geier (Gyps melitensis) lebten. Der frühere Direktor des Naturhistorischen Museums Mainz, Herbert Brüning (1911–1983), hat Tausende der in den Mosbach-Sanden geborgenen Fossilien aufgelistet, die in den paläontologischen Sammlungen des Mainzer Museums aufbewahrt sind.

  1. Insgesamt wurden bisher mehr als 65 Säugetierarten aus den Mosbach-Sanden bestimmt”, heißt es in dem Buch „Deutschland in der Urzeit” (1986) von Ernst Probst.
  2. Zum Fundgut aus den Mosbach-Sanden gehören unter anderem Reste vom herdenweise vorkommenden Mosbach-Pferd (Equus mosbachensis), Steppen- bzw.

Alt-Riesenhirsch (Praemegaceros verticornis), Alt-Damhirsch (Praedama sp.), Breitstirnelch (Alces latifrons), Wisent (Bison schoetensacki) und Mosbacher Bären (Ursus deningeri). Als eine der größten Raritäten aus den Mosbach-Sanden gilt der Fund einer Unterkieferleiste eines Makaken (Macaca), die im Frankfurter Senckenberg-Museum aufbewahrt wird.

  • Dieser Fund belegt, dass vor ungefähr 600.000 Jahren im Rhein-Main-Gebiet noch Affen lebten.
  • Im Fundgut der Archäologischen Denkmalpflege Hessen aus den Mosbach-Sanden sind Mosbacher Bären (Ursus deningeri) – nach den Beobachtungen von Thomas Keller – die am häufigsten vertretenen Raubtiere.
  • Der Artname dieses 1904 nach einem Fund aus Mosbach beschriebenen Bären erinnert an den in Mainz geborenen Geologen Karl Julius Deninger (1878–1917).

Unter den im Naturhistorischen Museum Mainz aufbewahrten Fossilien aus den Mosbach-Sanden überwiegen bei den Raubtieren dagegen die Wölfe. Man kennt etliche Formen: den kleinen Mosbacher Wolf (Canis lupus mosbachensis), die dort seltene Großform Xenocyon lycaenoides, die Art Cuon priscus, die ein Vorfahre des heutigen Alpenwolfes sein dürfte, sowie eine kleine primitivere Vorform (Cuon cf.

Priscus). Zu den größeren Raubtieren zählen außerdem die Streifenhyäne (Hyaena perrieri), die Tüpfelhyäne (Crocuta crocuta praespelaea), der Luchs (Lynx issiodorensis), der Mosbacher Löwe (Panthera leo fossilis), der Europäische Jaguar (Panthera onca gombaszoegensis), der Gepard (Acinonyx pardinensis) und die Säbelzahnkatze (Homotherium crenatidens).

Vom Mosbacher Löwen liegen Schädelreste, Unterkiefer oder Teile davon sowie einige Skelettknochen und wenige isolierte Zähne vor. Ganze Skelette oder komplette Schädel dieser Großkatze hat man bisher in den eiszeitlichen Ablagerungen von Rhein und Main noch nicht entdeckt.

Die erste Beschreibung des Mosbacher Löwen (Panthera leo fossilis) aus dem Jahre 1906 stammt von Wilhelm von Reichenau (1847–1925). Er hatte Funde aus Mosbach bei Wiesbaden und Mauer bei Heidelberg untersucht und sie einer fossilen Unterart des Löwen namens „Felis leo fossilis” zugeordnet. Die heutige gültige Bezeichnung für diese Unterart lautet Panthera leo fossilis.

Wilhelm von Reichenau war Offizier, gab diesen Beruf aber wegen einer Kriegsverletzung auf.1879 wurde er Präparator der Rheinischen Naturforschenden Gesellschaft in Mainz, 1888 Konservator an deren naturkundlichem Museum, 1907 Ehrendoktor der Philosophie der Universität Gießen.

  1. Von 1910 bis 1915 fungierte er als Direktor des neuen Naturhistorischen Museum Mainz und ab 1910 als Professor.
  2. Er hat sich um die Erforschung der Mosbach-Sande verdient gemacht.
  3. Der Mosbacher Löwe (Panthera leo fossilis) wurde oft von Wissenschaftlern untersucht und teilweise auch unter anderen Namen beschrieben.

Einer dieser Experten – nämlich der Berliner Paläontologe Wilhelm Otto Dietrich (1881–1964) – nannte ihn 1968 Panthera leo mosbachensis, was sich aber nicht durchsetzte. Auch den Namen „Alt-Panther” für den Mosbacher Löwen liest man nicht oft. Ein fast kompletter, etwa 43 Zentimeter langer Oberschädel eines Mosbacher Löwen wurde um 1885 in den Mauerer Sanden von Mauer bei Heidelberg entdeckt.

Diesen Löwen-Oberschädel hat 1912 der Paläontologe Adolf Wurm (1886–1968) beschrieben. Bei dem Fundort handelte es sich um die Sandgrube Grafenrain, wo am 21. Oktober 1907 der Unterkiefer des Heidelberg-Menschen (Homo erectus heidelbergensis bzw. Homo heidelbergensis) zum Vorschein kam. Dieser Frühmensch gilt mit einem geologischen Alter von etwa 630.000 Jahren als der älteste bekannte Mitteleuropäer.

Der Unterkiefer des Heidelberg-Menschen wird im Geologisch-Paläontologischen Institut der Universität Heidelberg aufbewahrt. Dort lag früher auch der Löwen-Oberschädel aus Mauer, bevor er 1982 anlässlich der 75. Wiederkehr der Entdeckung des Heidelberg-Menschen dem Urgeschichtlichen Museum der Gemeinde Mauer als Dauerleihgabe überlassen wurde.

Dass eine diesen ersten europäischen Löwen sehr nahe stehende Form schon viel früher existierte, zeigt die frappierende Formähnlichkeit eines Löwenunterkiefers aus den Mosbach-Sanden in Deutschland mit dem rund 1,75 Millionen Jahre alten Unterkiefer eines Löwen aus der Olduvai-Schlucht in Tansania (Afrika).

Dieser frühe Löwe aus dem „Schwarzen Erdteil” wird zur Unterart Panthera leo shawi gerechnet, die 1948 der südafrikanische Arzt und Paläontologe Robert Broom (1866–1951) beschrieben hat. Noch mehr als die Mosbacher Teilfunde lässt der Löwenschädel aus Mauer bei Heidelberg erkennen, dass diese Tiere eine ursprünglichere Stufe der Hirnentwicklung als die meisten heutigen Löwen aufwiesen.

Das Hirn des Mosbacher Löwen dürfte etwa dem des in freier Wildbahn und in unvermischter Form auch in Gefangenschaft ausgestorbenen Berberlöwen oder Atlaslöwen (Panthera leo leo) und dem des Indischen Löwen (Panthera leo goojratensis) oder Asiatischen Löwen (Panthera leo persica) entsprechen. Letztere beiden Löwen besitzen weniger Hirnmasse als Afrikanische Löwen (Panthera leo).

Es scheint, als ob Löwen mit der geringeren Hirnentwicklung auch in ihrem Sozialverhalten noch weniger entwickelt waren als gegenwärtige Afrikanischen Löwen. Sie werden deshalb paarweise oder als Einzelgänger gelebt und gejagt haben. Sicherlich mussten sich die Großkatzen von Mosbach und Mauer wie die noch vor einigen Jahrzehnten im Atlasgebirge heimischen Berberlöwen auch bei Schnee, Frost und Eis behaupten.

Die Löwen aus den Mosbach-Sanden erreichten nach Berechnungen von Wissenschaftlern anhand von Skelettresten eine Kopfrumpflänge bis zu 2,40 Metern. Dazu muss noch ein mindestens 1,20 Meter langer Schwanz gerechnet werden. Die Großkatzen von Mosbach waren demnach bis zu 3,60 Meter lang. Das ist etwa ein halber Meter mehr als bei durchschnittlichen heutigen Löwen.

Sie entsprachen damit dem Sibirischen Tiger (Panthera tigris altaica), der größten Katze, die gegenwärtig auf Erden lebt, oder einem „Liger”, der Kreuzung eines männlichen Löwen mit einem weiblichen Tiger. Noch größer als die Mosbacher Löwen waren die Amerikanischen Höhlenlöwen (Panthera leo atrox), die im Eiszeitalter vor etwa 100.000 bis 10.000 Jahren in Nord- und Südamerika lebten.

  1. Diese erreichten eine Kopfrumpflänge bis zu etwa 2,50 Metern und mit Schwanz eine Gesamtlänge von bis zu 3,70 Metern.
  2. Die Urheimat der Löwen lag offenbar in Afrika.
  3. Dort sind die geologisch ältesten Löwen in den berühmten Fossilfundstellen um den Turkanasee – früher Rudolfsee genannt – in Kenia und in der Olduvai-Schlucht in Tansania entdeckt worden.

Diese Löwenfunde auf dem „Schwarzen Erdteil” sind bis zu zwei Millionen Jahre alt. Nicht durchsetzen konnte sich die Vermutung einiger Wissenschaftler, dass rund 3,5 Millionen Jahre alte Fossilien aus Laetoli in Tansania (einem berühmten Vormenschen-Fundort) vom frühesten Löwen stammen.

  • Dabei handelt es sich um Kieferbruchstücke und wenige Skelettreste.
  • In Europa tauchte der Löwe vor etwa 700.000 Jahren auf.
  • So alt ist ein Fund des Mosbacher Löwen vom süditalienischen Fundort Isernia bei Molise.
  • Aus Deutschland sind Mosbacher Löwen aus der Zeit vor etwa 600.000 Jahren vor allem in Mosbach im Stadtkreis von Wiesbaden (Hessen) und Mauer bei Heidelberg (Baden-Württemberg) nachgewiesen.

Weitere Mosbacher Löwen kennt man aus Atapuerca/Gran Dolina (Spanien) sowie Tautavel/Arago-Höhle und Château (Frankreich). Besonders viele Raubkatzen-Funde kamen in Château (Burgund) zum Vorschein. Dort hatte man 1863 bei Straßenbauarbeiten viele Knochen von Bären und Löwen entdeckt.1968 wurde diese alte Fundstelle wieder aufgespürt.

Zwischen 1997 und 2002 nahm der Paläontologe Alain Argant Grabungen vor. Zum Fundgut von Château gehören Fossilien vom Mosbacher Bären (Ursus deningeri), Etruskischen Wolf (Canis etruscus), Mosbacher Wolf (Canis lupus mosbachensis), ein komplettes Skelett mit Schädel vom Europäischen Jaguar (Panthera onca gombaszoegensis) sowie drei Schädel, sechs Kieferfragmente und ein Fuß vom Mosbacher Löwen (Panthera leo fossilis).

Die Löwen der Art Panthera youngi von Choukoutien bei Peking, dem berühmten Fundort des Peking-Menschen (Homo erectus pekinensis) in China vor etwa 350.000 Jahren, sind offenbar Vorfahren der Höhlenlöwen in Europa, Asien und Nordamerika. Löwen aus Vence und Cajare in Frankreich dokumentieren den Übergang zwischen dem Mosbacher Löwen und dem Höhlenlöwen.

  • Als eine Vereisungsphase den Meeresspiegel weltweit absinken ließ, wanderten Höhlenlöwen über die Landbrücke Beringia und die Beringbrücke auch nach Nordamerika.
  • Beide Landbrücken werden heute von der Beringsee bedeckt, die nach dem dänischen Entdecker Vitus Janessen Bering (1741–1680) benannt ist.
  • An der engsten Stelle ist die Beringstraße heute nur 85 Kilometer breit sowie 50 bis 90 Meter tief.

In Nordamerika verbreiteten sich die Höhlenlöwen rasch über den gesamten Halbkontinent und erreichten zudem das nördliche Südamerika. Fast gleichzeitig wie ihre Artgenossen in Europa sind sie dann dort vor etwa 10.000 Jahren zum Ende des Eiszeitalters ausgestorben.

  1. In Deutschland jagten riesige Löwen – wie erwähnt – schon vor etwa 600.000 Jahren an den Ufern der eiszeitlichen Flüsse Neckar, Rhein und Main.
  2. Außerdem kennt man etwa 370.000 Jahre alte Löwenfunde aus Bilzingsleben in Nordthüringen und etwa 300.000 Jahre alte Löwenfossilien aus Steinheim an der Murr in Baden-Württemberg.

An all diesen Plätzen lebten auch menschliche Vorfahren wie Homo erectus bilzingslebenensis oder Homo steinheimensis. Begegnungen mit Mosbacher Löwen dürften vor rund 600.000 Jahren für unsere damaligen Vorfahren lebensgefährlich gewesen sein. Denn diese Frühmenschen verfügten – nach den Funden zu urteilen – noch über keine wirkungsvollen Waffen.

Stoßlanzen und Wurfspeere standen vermutlich erst zwischen etwa 400.000 und 300.000 Jahren zur Verfügung, wie Funde von acht etwa 1,80 bis zu 2,50 Meter langen Speeren im Baufeld Süd des Braunkohletagebaus Schönfeld (Landkreis Helmstedt) in Niedersachsen belegen. Spätestens zwischen etwa 400.000 und 300.000 Jahren also hat sich die Lage zugunsten der Menschen verändert.

Nun gehörte der Löwe zur Jagdbeute von Frühmenschen, wie als Speiseabfälle gedeutete Reste bei Ausgrabungen in Bilzingsleben (Kreis Artern) in Thüringen bezeugen. In der Literatur werden die Mosbacher Löwen mitunter auch als Höhlenlöwen bezeichnet, was vor allem Laien verwirren dürfte.

  • In diesem Buch wird der Begriff Höhlenlöwe ausschließlich für die Unterart Panthera leo spelaea verwendet, die sich vor etwa 300.000 Jahren aus dem Mosbacher Löwen entwickelt hat.
  • Europäische Jaguare in den Mosbach-Sanden Im Sommer 1913 entdeckte der Mainzer Paläontologe Otto Schmittgen (1879–1938) in den Mosbach-Sanden ein rechtes Unterkieferbruchstück mit einem gut erhaltenen Backenzahn von einer Raubkatze.

Dabei handelte es sich – wie man heute weiß – um den ersten Fund von einem Europäischen Jaguar (Panthera onca gombaszoegensis) in Mosbach. Der Name Panthera onca gombaszoegensis erinnert an den slowakischen Fundort Gombasek (Gombaszök). Von dort hat 1938 der Budapester Paläontologe Miklós Kretzoi (1907–2005) einen derartigen Fund beschrieben.

  1. Otto Schmittgen deutete das Mosbacher Bruchstück zunächst, obwohl es ihm dafür eigentlich etwas zu klein erschien, als Rest eines Löwen.
  2. Bei späteren Vergleichen gelangte er aber zu der Überzeugung, dass es sich um einen „Panther” handeln müsse, der bis dahin noch nicht aus Mosbach bekannt war.
  3. Weil der Backenzahn des Mosbacher „Panthers” merklich abgekaut war, musste es sich um ein altes Tier handeln.
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Der bemerkenswerte Fund wurde im Naturhistorischen Museum Mainz aufbewahrt.1968 glückte in den Mosbach-Sanden der zweite Nachweis des Europäischen Jaguars. Dabei handelte es sich um einen Unterkieferrest, den 1969 der Zoologe Helmut Hemmer und die Paläontologin Gerda Schütt (1931–2007) identifizierten.

  • Die Gesamtlänge des nicht ganz vollständigen Unterkiefers dürfte etwa 16,5 bis 17 Zentimeter betragen haben.
  • Dieses Maß entspricht den Extremwerten heutiger afrikanischer Leoparden (Panthera pardus).
  • Es erreicht aber nicht die Variationsbreite kleiner Löwinnen, die bei etwa 19 Zentimetern beginnt.
  • Der Eckzahn (Fangzahn) des im Naturhistorischen Museum Mainz aufbewahrten Jaguar-Unterkiefers aus Mosbach ragt etwa 3,5 Zentimeter aus dem Knochen.

Am 24. April 1998 gelang Anne Sander bei einer von der Abteilung Archäologische und Paläontologische Denkmalpflege des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen veranlassten Kontrollbegehung des Tagebaus Ostfeld in Wiesbaden der dritte Nachweis eines Europäischen Jaguars in den Mosbach-Sanden.

Frau Sander entdeckte Fragmente des rechten Unterkieferastes von einem vermutlich weiblichen Jaguar. In der Folgezeit barg sie zusammen mit dem Paläontologen Thomas Keller weitere Kiefer- und Zahnfragmente, bis am 18. Juni 1998 insgesamt 54 Bruchstücke des Unterkiefers vorlagen. Im Juli 2001 wurde der Fund dem Mainzer Zoologen Helmut Hemmer zur Bestimmung übergeben.

Erfahrene Präparatoren der Forschungsstation für Quartärpaläontologie der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft, Weimar fügten die Bruchstücke zu einem 10,8 Zentimeter langen Unterkieferfragment zusammen. Der komplette Unterkiefer dürfte schätzungsweise 18 Zentimeter lang gewesen sein.

  • Von den erhaltenen vier Zähnen konnten nur drei in Position eingefügt werden, weil für den vorderen Vorbackenzahn ein Halt gebendes Knochenstück fehlte.
  • Das Lebendgewicht dieses Jaguars wird auf bis zu 140 Kilogramm geschätzt.
  • Die Mosbacher Jaguarfunde gehören zu den geologisch jüngsten dieser Raubkatze, die schon vor etwa 1,5 Millionen Jahren im Eiszeitalter in Europa vorkam.

Vielleicht war der Europäische Jaguar wie der heutige Jaguar „eng ans Wasser” gebunden und bevorzugte ebenfalls Wald- und Buschgebiete. Panthera onca gombaszoegensis dürfte spätestens in der Mindel-Eiszeit (etwa 480.000 bis 330.000 Jahre) ausgestorben sein.

  • Sein Verschwinden ist wohl durch die Kälte und die Konkurrenz durch Löwen bewirkt worden.
  • Der Europäische Jaguar wurde früher unter zahlreichen Artnamen beschrieben.
  • Reste dieser Großkatze kamen außer in Mosbach (Hessen) auch an anderen Fundstellen in Deutschland zum Vorschein: Rabenstein bei Waischenfeld und Würzburg-Schalksberg (beide in Bayern), Neuleiningen bei Grünstadt (Rheinland-Pfalz), Weimar-Süßenborn und Untermaßfeld bei Meiningen (beide in Thüringen).

Zum Fundgut der Bärenhöhle bei Sonnenbühl-Erpfingen (Baden-Württemberg) gehört der Toskanische Jaguar (Panthera onca toscana), der aber vielleicht mit dem Europäischen Jaguar identisch ist. Jaguarfossilien hat man außer in Deutschland auch in Spanien, Frankreich, Italien, Belgien, den Niederlanden, England, Österreich, Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Georgien und in der Ukraine geborgen.

Alain Argant, Jacqueline Argant, Marcel Jeannet (alle drei aus Frankreich) und Margarita Erbajeva (Russland) haben 2007 in der Publikation „Courier Forschungs-Institut Senckenberg” zahlreiche Fundorte des Europäischen Jaguars erwähnt:Frankreich: L’Escale, Château, La Nauterie, Artenac, Vallonnet, Cénac-et-Saint-Julien Grotte XIV, Villereversure, Azé-Aiglons, MarignatSpanien: Atapuerca Gran Dolina, Huéscar IItalien: Olivola, Val d’Arno, PerugiaEngland: Westbury-sub-MendipBelgien: Sprimont/Belle-RocheNiederlande: Maasvlakte bei Rotterdam, NordseeDeutschland: Mosbach, Würzburg-Schalksberg, Untermaßfeld, Weimar-Süßenborn, Rabenstein bei Waischenfeld (Der Fundort Neuleiningen bei Grünstadt in Rheinland-Pfalz wurde erst 2013 bekannt)Österreich: HundsheimTschechien: Koneprusy, Stránská Skála, Holsteijn 1/Chlum 6,Slowakei: Gomsbasek (Gombaszög)Ungarn: Vérteszölös II, Villány 3, Somssich-hegy 2, Kövesvárad, Uppony 1Rumänien: BetfiaBulgarien: SlivnicaGriechenland: Volos, Gerakou 1, PetralonaGeorgien: AkhalkalakiUkraine: ZimbalEine Säbelzahnkatzein den Mosbach-Sanden

Ein 1963 entdeckter Mittelhandknochen aus den Mosbach- Sanden von Wiesbaden stammt von der Säbelzahnkatze Homotherium crenatidens. Dieser seltene Fund wurde 1979 von der Paläontologin Gerda Schütt identifiziert. Die Säbelzahnkatze aus den Mosbach-Sanden steht in der Größe zwischen einem Jaguar und einem Löwen.

  • Sie besaß einen großen und schweren Kopf, zwei mehr als fingerlange Eckzähne im Oberkiefer, einen ziemlich kurzen Körper, kraftvolle Beine und einen kurzen Schwanz.
  • Zwei Fingerknochen und einen Eckzahn der Säbelzahnkatze Homotherium crenatidens hat man auch in Mauer bei Heidelberg entdeckt.
  • Im Eiszeitalter gab es zwei Arten der Säbelzahnkatzen-Gattung Homotherium in Europa.

Die größere davon namens Homotherium crenatidens mit einer Gesamtlänge von der Nasen- bis zur Schwanzspitze von ca.1,90 Metern und einer Schulterhöhe von etwa einem Meter lebte vom frühen bis zum mittleren Eiszeitalter, die kleinere Nachfolgeart Homotherium latidens behauptete sich vom mittleren bis zum späten Eiszeitalter.

Der letzteren Form ähnelt eine Tierstatuette, die 1896 in der Höhle von Isturitz (Südwestfrankreich) entdeckt wurde. Obwohl die Säbelzahnkatze Homotherium ziemlich groß und kräftig war, wirkte sie wesentlich schlanker und hochbeiniger als die Dolchzahnkatzen Smilodon und Megantereon, die zur gleichen Zeit in Eurasien, Afrika und Amerika existierten.

Wie bei Smilodon waren die Vorderbeine von Homotherium merklich länger als die Hinterbeine, weswegen seine Rückenlinie nach hinten abfiel. Im Gegensatz zu Smilodon mit bis zu 28 Zentimeter langen Eckzähnen trug Homotherium zwei relativ kurze, mehr als fingerlange Eckzähne, die zudem stärker gekrümmt, flach, gezackt und messerscharf waren.

Mit diesen Eckzähnen konnte Homotherium seinen Opfern eher Reisswunden als tiefe Stoßwunden zufügen. Oder er hat damit Aas, das durch Verwesungsgase aufgetrieben war, geöffnet. Rätselhaft ist, dass die Krallen bei Homotherium offenbar nicht vollständig einziehbar waren. Eventuell hatten sie – wie bei heutigen Hunden und Hyänen – eine Funktion wie Spikes, um lang anhaltende Verfolgungen zu ermöglichen.

Diese Säbelzahnkatze dürfte ein ausdauernder Läufer gewesen sein und offene Landschaften – wie Steppen – bevorzugt haben. Säbelzahnkatzen werden von Experten und Laien oft als Säbelzahntiger bezeichnet. Doch diese populäre Bezeichnung ist unzutreffend, weil Säbelzahnkatzen nicht mit dem heutigen Tiger verwandt sind.

Der neuerdings verwendete Begriff Dolchzahnkatzen für einige früher als Säbelzahnkatzen bezeichnete Raubkatzen gefällt auch nicht jedem. Geparden in den Mosbach-Sanden Zeitgenossen der Mosbacher Löwen waren auch Geparden, für die 2008 der Zoologe Helmut Hemmer (Mainz) sowie die Paläontologen Ralf Dietrich Kahlke (Weimar) und Thomas Keller (Wiesbaden) den wissenschaftlichen Namen Acinonyx pardinensis (sensu lato) intermedius vorgeschlagen haben.

Diese Raubkatzen aus den Mosbach-Sanden von Wiesbaden waren größer und schwerer als ihre schnellen asiatischen und afrikanischen Verwandten (Acinonyx jubatus) der Gegenwart. Das kann man aus ihren fossilen Resten schließen. Bisher sind in den Mosbach-Sanden drei Fossilien von Geparden entdeckt worden.1969 erwähnte die Paläontologin Gerda Schütt einen Leoparden-Fund (Panthera pardus) aus den Mosbach-Sanden, der in einer Privatsammlung aufbewahrt wurde und zur Publikation durch den Weimarer Paläontologen Hans Dietrich Kahlke vorgesehen war.

Nach einem Hinweis von Kahlke wurde dieses Fossil 2002 von dem Paläontologen Jens Lorenz Franzen in der Mosbach-Sammlung der Sektion Paläanthropologie des Forschungsinstitutes Senckenberg in Frankfurt am Main aufgefunden. Es war durch den Kauf dieser Privatsammlung durch Gustav Heinrich Ralph von Koenigswald (1902–1982) zu Senckenberg gelangt.

Der Mainzer Zoologe Helmut Hemmer identifizierte das rund sechs Zentimeter lange rechte Unterkieferbruchstück mit Resten zweier Zähne 2003 als Gepard. Nach seiner Ansicht stammt es von einem etwa 60 Kilogramm schweren Weibchen.1970 beschrieb Gerda Schütt ein in den Mosbach-Sanden entdecktes linkes Oberarmknochenfragment von einem Geparden und ordnete es der Art Acinonyx pardinensis zu.

Dieser 3,7 Zentimeter lange Fund von 1959 wird im Naturhistorischen Museum Mainz aufbewahrt. Es ist – laut Helmut Hemmer – ein Knochen von einem schätzungsweise rund 60 Kilogramm schweren Weibchen. Am 10. März 2000 glückte Anne Sander von der Abteilung Archäologische und Paläontologische Denkmalpflege des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen in den Mosbach-Sanden von Wiesbaden der Fund eines rechten Oberschenkelknochens von einem Geparden.

Von dem ursprünglich rund 31 Zentimeter langen Oberschenkelknochen waren 27,3 Zentimeter erhalten geblieben. Helmut Hemmer vermutet, dies sei ein Rest von einem männlichen Geparden mit einem Gewicht von etwa 90 Kilogramm. Heutige Geparden haben eine Kopfrumpflänge bis zu etwa 1,35 Meter, wozu noch ein maximal 0,75 Meter langer Schwanz kommt, und oft nur ein Gewicht von etwa 60 Kilogramm.

Wegen ihres höheren Gewichts dürften die früheiszeitlichen Geparden im Rhein-Main-Gebiet keine so schnellen Sprinter wie ihre jetzigen Verwandten gewesen sein, die auf kurzen Strecken eine Geschwindigkeit von bis zu 110 Stundenkilometern erreichen. Geparden sind ab der Mindel-Eiszeit (etwa 480.000 bis 330.000 Jahre) in Europa nicht mehr nachweisbar.

Leoparden in den Mosbach-Sanden? Vermutlich lebten im Cromer (etwa 800.000 bis 480.000 Jahre) auch am Main und Rhein in der Wiesbadener und Mainzer Gegend prächtige Leoparden der Unterart Panthera pardus sickenbergi, die aus Mauer bei Heidelberg (Baden-Württemberg) nachgewiesen ist.

  • Jene Unterart wurde 1969 von der Paläontologin Gerda Schütt anhand eines linken Vorbackenzahns und eines rechten Unterkieferfragments aus Mauer beschrieben.
  • Der Name dieser Unterart erinnert an den Hannoveraner Geologen Otto Sickenberg (1901–1974).
  • Sicherlich haben Leoparden nicht nur am Ufer des eiszeitlichen Neckars gejagt.

Irgendwann wird man auch in den Mosbach-Sanden einen Leopardenrest finden. Heutige Leoparden verfügen über einen ungewöhnlich guten Gehörsinn. Sie können für Menschen nicht mehr hörbare Frequenzen bis zu 45.000 Hertz wahrnehmen. Ihre Augen sind nach vorn gerichtet und weisen eine breite Überschneidung der Sehfelder auf, was ihnen ein ausgezeichnetes räumliches Sehen ermöglicht.

Bei Tageslicht verfügt der Leopard über ein Sehvermögen wie ein Mensch, doch in der Nacht über ein fünf- bis sechsfach besseres Sehvermögen. Auch der Geruchssinn ist hervorragend ausgeprägt. Jetzige Leoparden fressen Käfer, Reptilien, Vögel und Säugetiere (meistens mittelgroße Huftiere). Als Jagdmethoden praktizieren sie die Anschleichjagd oder die passive Lauerjagd.

Sie können bis zu 60 Stundenkilometer schnell sprinten und mit wenigen Sätzen etliche Meter weit springen, doch schon auf mittleren Distanzen sind ihre meisten Beutetiere schneller. Leoparden versuchen deswegen, unbemerkt so nahe wie möglich an ihr Opfer heranzuschleichen, um die Distanz vor dem Angriff zu verkürzen.

Auf Bäume sitzende Leoparden lassen geduldig Beutetiere unter sich vorbeiziehen, bis ein geeigneter Moment für einen Angriff eintritt. Meistens klettern sie dann vorsichtig an der für das auserwählte Opfer nicht sichtbaren Seite des Baumstammes herab oder springen – wenn der Baum nicht zu hoch ist – direkt von oben auf die Beute.

Mitunter vertreiben sie auch schwächere Raubtiere – wie Geparden – von ihrer Beute oder benügen sich mit Aas. Im Normalfall gehen Leoparden dem Menschen aus dem Weg, was wohl auch im Eiszeitalter der Fall gewesen sein könnte. Von 1918 bis 1926 gelangte aber der so genannte Leopard von Rudrapraya in Indien zu trauriger Berühmtheit, als er angeblich insgesamt 125 Menschen tötete, bevor ihn der Großwildjäger Jim Corbett erlegte.1924 tötete ein anderer Leopard in Punani auf Sri Lanka (früher Ceylon) insgesamt ein Dutzend Menschen.

  1. Der Europäische Höhlenlöwe Panthera leo spelaea Die Löwen aus dem Eiszeitalter vor etwa 300.000 Jahren bis zu dessen Ende vor etwa 10.700 Jahren werden in Europa als Höhlenlöwen (Panthera leo spelaea) bezeichnet.
  2. Sie sind – wie erwähnt – aus den riesigen Mosbacher Löwen (Panthera leo fossilis) hervorgegangen, den größten Löwen Deutschlands und Europas.

Der Arzt und Naturforscher Georg August Goldfuß (1782–1848) hat 1810, als er noch in Erlangen arbeitete, den Höhlenlöwen anhand eines Schädelfundes aus der Zoolithenhöhle im Wiesenttal von Burggaillenreuth bei Muggendorf in der Fränkischen Schweiz erstmals wissenschaftlich beschrieben.

Goldfuß war ein besonders tüchtiger Gelehrter: Ihm ist die Entde-ckung von etwa 200 Fossilien aus verschiedenen Fundstellen und Zeitaltern geglückt, die er wissenschaftlich untersuchte und publizierte. Noch heute ist der so genannte Holotyp, nach dem der Europäische Höhlenlöwe (Panthera leo spelaea) erstmals beschrieben worden ist, im Museum für Naturkunde Berlin der Humboldt-Universität vorhanden.

Nach Erkenntnissen des Paläontologen Cajus G. Diedrich aus Halle/Westfalen handelt es sich dabei um den recht großen Schädel eines erwachsenen männlichen Höhlenlöwen. Der 40,2 Zentimeter lange Schädel stammt aus der Würm-Eiszeit (etwa 115.000 bis 11.700 Jahre).

Der Holotyp des Höhlenlöwen aus der Zoolithenhöhle wurde aus Teilen von mindestens zwei Tieren zusammengesetzt, fand Diedrich heraus. So ist der linke Oberkieferast rund drei Zentimeter kürzer und auch, was seine Proportionen anbetrifft, merklich schlanker als der rechte. Offenbar stammt der rechte Oberkieferast mit einem großen Eckzahn von einem Männchen, der linke dagegen von einem Weibchen.

Die Zoolithenhöhle wurde durch Unmengen fossiler Tierknochen berühmt. Dort fand man Reste von schätzungsweise etwa 800 Höhlenbären (Ursus spelaeus), aber auch zahlreichen Höhlenhyänen (Crocuta crocuta spelaea) und ungewöhnlich vielen Höhlenlöwen. Dieser Fundreichtum bewog den evangelischen Pfarrer Johann Friedrich Esper (1732–1781) aus Uttenreuth bei Erlangen, der 1771 seine erste Erkundungsreise in die geheimnisvolle Unterwelt unternommen hatte, die Höhle als „Kirchhof unter der Erde” zu bezeichnen.

  1. Zur Zeit von Pfarrer Esper wurden in der Zoolithenhöhle erstaunlich viele Reste von Höhlenlöwen geborgen.
  2. Nach Angaben der Paläontologin Brigitte Hilpert vom Geozentrum Nordbayern, Fachgruppe PaläoUmwelt, in Erlangen hat man dort Fossilien von rund 25 Höhlenlöwen gefunden.
  3. Bei Grabungen ab 1971 kamen noch einige Schädel-, Kiefer- und Skelettreste dazu.

Nirgendwo in der Welt sind mehr Höhlenlöwen entdeckt worden als in der Zoolithenhöhle! Während bei den Mosbacher Löwen nie bezweifelt wurde, dass es sich um Überreste von Löwen handelt, hielt man anfangs die Höhlenlöwen aus dem Oberpleistozän (etwa 127.000 bis 11.700 Jahre) oft für Tiger und nannte sie „Höhlentiger”.

Dies lag daran, dass die Höhlenlöwen in dem einen oder anderen Merkmal dem Erscheinungsbild von Tigern ähnelten. Noch immer befinden sich in vielen Museen der Welt fehlbestimmte fossile „Tiger”. Inzwischen kennen aber erfahrene Zoologen am Schädelknochen unter anderem einige sogar mit den Fingern ertastbare Nervenlöcher und Muskelansätze, die optisch nicht so sehr ins Gewicht fallen, an denen sich aber Löwe und Tiger sicher unterscheiden lassen.2004 gelang es einem deutschen Forscherteam um den Geoarchäologen Wilfried Rosendahl (Mannheim), den Biologen Joachim Burger (Mainz) und den Zoologen Helmut Hemmer (Mainz), durch einen DNA-Test den Höhlenlöwen eindeutig als Unterart der Art Panthera leo zu identifizieren.

Damit wurde ein seit der Erstbeschreibung von 1810 durch Goldfuß bestehender Streit endgültig entschieden, ob es sich bei den Fossilien um Reste eines Löwen oder eines Tigers handelt. Für diese aufsehenerregende Erbgutanalyse (DNA-Test) hatte man Höhlenlöwenfossilien aus Siegsdorf in Bayern (etwa 47.000 Jahre alt) und aus der Tischoferhöhle bei Kufstein in Tirol (etwa 31.000 Jahre alt) verwendet.

  • Die Analyse belegte auch, dass der Höhlenlöwe keinerlei Beziehungen zu Löwen aus der Gegenwart aufweist.
  • Heute geht man davon aus, dass die eiszeitlichen Löwen des Nordens einen eigenen Rassekreis bilden, dem die Löwen Afrikas und Südasiens gegenüberstehen.
  • Zur so genannten spelaea-Gruppe gehören der Mosbacher Löwe (Panthera leo fossilis), der Europäische Höhlenlöwe (Panthera leo spelaea), der Beringia-Höhlenlöwe bzw.

Ostsibirische Höhlenlöwe (Panthera leo vereshchagini) und der Amerikanische Höhlenlöwe bzw. Amerikanische Löwe (Panthera leo atrox). Diese beiden Rassekreise sollen sich vor etwa 600.000 Jahren auseinanderentwickelt haben. Der Amerikanische Höhlenlöwe wurde früher gelegentlich für eine eigenständige Art gehalten und teilweise als Riesenjaguar betrachtet.

Nach neueren Erkenntnissen war er sicherlich keine eigene Art, sondern wie der Höhlenlöwe eine Unterart des heutigen Löwen (Panthera leo). Die Höhlenlöwen verdanken ihren falschen Namen dem Umstand, dass ihre Knochenreste häufig in Höhlen entdeckt wurden. In Wirklichkeit waren die Löwen aber Tiere der Steppe, der Busch- und Waldtundra und in Gebieten mit Höhlen genauso verbreitet wie in Landschaften ohne Höhlen.

Weil die Höhlenlöwen nachweislich keine Höhlen als Lebens- oder Geburtsort nutzten, bezeichnet der Paläontologe Cajus G. Diedrich sie als „eiszeitliche Löwen” oder „spätpleistozäne Steppenlöwen”. Anders als Höhlenbären und Höhlenhyänen haben Höhlenlöwen vermutlich nur selten Höhlen als Versteck aufgesucht.

Wahrscheinlich kamen vor allem geschwächte, kranke oder alte Höhlenlöwen in solche natürlichen Unterschlüpfe und suchten dort Schutz oder einen ruhigen Platz zum Sterben. Womöglich dienten Höhlen auch als Unterschlupf für Löwinnen, die dort ihren Nachwuchs zur Welt brachten und in der ersten Zeit aufzogen.

Sogar in hoch gelegenen alpinen Höhlen von Italien, Österreich und der Schweiz hat man Reste von Höhlenlöwen entdeckt. An erster Stelle ist hier die in etwa 2800 Meter Höhe liegende Conturineshöhle in Südtirol (Italien) zu nennen. In rund 2000 Meter Höhe befinden sich die Eingänge zur Salzofenhöhle bei Grundlsee im österreichischen Bundesland Steiermark.

Der Haupteingang zur Ramesch-Knochenhöhle in Oberösterreich beginnt in etwa 1960 Meter Höhe. Die Höhle Wildkirchli im Ebenalpstock des Säntisgebirges im schweizerischen Kanton Appenzell erstreckt sich in ca.1500 Meter Höhe. In jeder dieser Höhlen ist der Höhlenlöwe eindeutig durch Funde belegt. „Das Vorkommen von Höhlenbären und Höhlenlöwen in einer Höhe von 2800 Metern lässt sich nur so erklären, dass es in der Zeit zwischen etwa 55.000 und 40.000 Jahren wesentlich wärmer war als heute.

Wir nennen diese Zeit Mittelwürm-Warmzeit oder Ramesch-Warmzeit, weil sie bei der Grabung in der Rameschhöhle zum ersten Mal erkannt worden ist”, sagt der Wiener Paläontologe Gernot Rabeder. Seine Meinung über das „warme Mittelwürm” wird aber von manchen Quartärgeologen, besonders aus dem norddeutschen Raum, nicht geteilt.

Denn die globale Eiskurve zeigt für diese Zeit mehr Eis an als für heute. Rabeder geht dieser Frage in einem bereits begonnenen Projekt nach. Höhlenbärenreste aus jetzt vegetationslosen Alpengebieten, wie beispielsweise am Dachstein (Schreiberwandhöhle), im Steinernen Meer und im Toten Gebirge stammen ebenfalls aus dieser Zeit.

Hinweise für ein warmes Klima im Mittelwürm gibt es auch an Lössfundstellen im Flachland wie Willendorf in der Wachau. Teilweise sind Höhlenlöwen wohl durch Höhlenhyänen, denen sie zum Opfer gefallen waren, in Höhlen verschleppt worden. Die bis zu etwa 1,50 Meter langen und rund 0,90 Meter hohen Höhlenhyänen ernährten sich nicht nur von Aas, sondern waren wegen ihrer Körpergröße und Kraft auch fähig, im Rudel zu jagen.

Sie fraßen nicht alles vor Ort, sondern schleppten Fleisch- und Knochenteile zu einem geschützten Fressplatz, der auch in einer Höhle liegen konnte. Dort bissen sie in Ruhe die Knochen auf, um so an das begehrte energiereiche Knochenmark zu gelangen. Besonders häufig entdeckte man Reste von Höhlenhyänen in so genannten Hyänenhorsten, die sich in Höhlen befanden.

Dort brachten sie offenbar über Generationen hinweg ihren Nachwuchs zur Welt und schleppten ihre Beutetiere ein. Hyänenhorste kennt man aus England, Frankreich, Deutschland und der Schweiz. Ein solcher Hyänenhorst war die erwähnte Zoolithenhöhle in der Fränkischen Schweiz.

  1. Aus ihr stammt auch jener Schädel, anhand dessen 1823 Georg August Goldfuß erstmals die Höhlenhyäne beschrieb und jener Schädel anhand dessen 1794 der Chirurg Johann Christian Rosenmüller (1771–1820) aus Erlangen erstmals den Höhlenbären beschrieb.
  2. Der Holotyp der Höhlenhyäne befindet sich noch heute im Goldfuß-Museum Bonn.

Als Beutetiere der Höhlenlöwen gelten Wildpferde (Przewalski-Pferde), Steppenbisons, Saiga-Antilopen, Rot- und Riesenhirsche, Rentiere, Rehe und kleine Säugetiere. Auch Jungtiere von Mammuten und Fellnashörnern waren vor ihnen nicht sicher. Vermutlich mussten sogar menschliche Jäger und Sammler, die ihnen begegneten, trotz ihrer Waffen (Lanzen und Speere) auf der Hut sein.

  1. Pfeil und Bogen wurden wahrscheinlich erst vor mehr als 20.000 Jahren erfunden.
  2. Die eiszeitlichen Höhlenlöwen lebten sicherlich in Rudeln, zu denen vielleicht – ähnlich wie bei heutigen Löwen – ein bis sechs Männchen und vier bis zwölf Weibchen gehörten.
  3. Wie in der Gegenwart dürften auch im Eiszeitalter nur die Löwinnen gemeinsam und überwiegend in der Nacht auf die Jagd gegangen sein und das Rudel mit Beute versorgt haben.

Beim Fressen hatten die größeren Löwenmännchen Vorrang vor den kleineren Weibchen. Höhlenlöwen fraßen nur das Fleisch von Beutetieren und nicht deren Knochen. Anders als Höhlenhyänen besaßen sie keine zur Verwertung von Knochen geeigneten Zähne. Aus diesem Grund blieb von ihrer Mahlzeit immer viel für Aasfresser übrig.

  1. Dass die Höhlenlöwen nicht nur Jäger, sondern manchmal auch Gejagte waren, belegt vielleicht das Hinterhaupt einer solchen Raubkatze, das in Kiesablagerungen der Lippe bei Haltern in Nordrhein-Westfalen entdeckt wurde.
  2. Eine kleine Knochenwucherung im Bereich des Scheitelkammes dieses Höhlenlöwen könnte nämlich von einer teilverheilten Bissverletzung stammen.

Zum riesigen Verbreitungsgebiet der Europäischen Höhlenlöwen gehörten Europa und Nordasien. In Deutschland müssen sie vor allem im Oberpleistozän (vor etwa 127.000 bis 11.700 Jahren) sehr zahlreich gewesen sein. Darauf deuten viele Funde aus Norddeutschland, dem Ruhrgebiet, Westfalen, Rheinhessen, dem Taunus, der Fränkischen Schweiz, dem Harz, aus Thüringen und Sachsen hin.

  • Sie belegen, dass diese Raubkatzen in ganz Deutschland weit verbreitet waren.
  • Allerdings traten Höhlenlöwen nie in so großen Mengen auf wie Höhlenbären.
  • Auch in Frankreich, Italien, Belgien, den Niederlanden, England, der Schweiz, Österreich, Tschechien und Osteuropa stellten Höhlenlöwen keine Seltenheit dar.

Sie waren von Spanien bis nach Russland (Ural) weit verbreitet. Früher hieß es in der Fachliteratur, in Skandinavien habe es keine Höhlenlöwen gegeben. Doch 1994 erwähnte der Weimarer Paläontologe Ralf-Dietrich Kahlke einen Höhlenlöwenfund aus Südschweden.

Sogar auf dem Grund der Nordsee vor den Küsten der Niederlande und Englands hat man Fossilien von Höhlenlöwen entdeckt. Die Nordsee war in der letzten Eiszeit teilweise Festland („Nordseeland”) gewesen. Etwa zehn Kilometer vor der Küste bei Den Haag (Niederlande) schaufeln Schwimmbagger, die in der seichten See eine Fahrrinne offen halten, Fossilien vom Mammut, Fellnashorn, Riesenhirsch, der Säbelzahnkatze und vom Höhlenlöwen frei.

Oft holen niederländische Fischkutter mit ihren Netzen auch Zähne und Knochen eiszeitlicher Säugetiere vom Nordseegrund. Die Größenangaben für Europäische Höhlenlöwen in der Literatur differieren stark. Für die Kopfrumpflänge reichen die Maße von etwa 1,45 bis 2,20 Meter, wozu noch der schätzungsweise etwa einen Meter lange Schwanz kommt, für die Schulterhöhe von 0,90 bis 1,50 Meter.

  • Das Gewicht männlicher Höhlenlöwen wird auf mehr als 300 Kilogramm geschätzt.
  • Heutige männliche Löwen bringen es auf bis zu etwa 1,90 Meter Kopfrumpflänge, wozu noch der bis zu 0,90 Meter lange Meter lange Schwanz kommt, und eine Schulterhöhe von etwa 1 Meter.
  • Das Gewicht der Löwenmännchen beträgt bis zu rund 190 Kilogramm.

Bei diesen erheblichen Maßunterschieden zwischen Höhlenlöwen und heutigen Löwen muss man eines bedenken: Säugetiere der gleichen Art werden zu den Kältegebieten hin größer. Denn große Körper haben eine verhältnismäßig kleinere wärmeabstrahlende Oberfläche als kleine Körper.

  • Nach Funden fossiler Skelettreste zu urteilen, dürften Höhlenlöwen mindestens etwa 5 bis 10 Prozent größer gewesen sein als heutige Löwen.
  • Einige Autoren meinen, die Maße der Höhlenlöwen hätten sogar um ein Fünftel (Cajus G.
  • Diedrich), Viertel (Helmut Hemmer), ein Drittel (Othenio Abel) oder die Hälfte (Internet) die von gegenwärtigen Löwen übertroffen.

Der deutsche Paläontologe Cajus G. Diedrich vermutet, dass die größten Höhlenlöwen Deutschlands in der Saale-Eiszeit (etwa 300.000 bis 127.000 Jahre) lebten. Die in der Eem-Warmzeit (etwa 127.000 bis 115.000 Jahre) und in der Würm-Eiszeit bzw. Weichsel-Eiszeit (etwa 115.000 bis 11.700 Jahre) existierenden Höhlenlöwen hätten deren Größe nicht mehr erreicht.

  1. Aus einem klimatisch günstigen Abschnitt der norddeutschen Saale-Eiszeit stammen die Reste eines Höhlenlöwen-Skeletts aus dem Braunkohlen-Tagebau Neumark-Nord bei Frankleben im Geiseltal unweit von Merseburg in Sachsen-Anhalt.
  2. Das Skelett lag in der sandigen Uferzone eines Sees, wurde am 25.
  3. Juli 1996 von einem Bagger erfasst und von Peter Günther und einigen Arbeitern geborgen.

Nach Erkenntnissen des Berliner Paläontologen Karlheinz Fischer gehören die in Neumark-Nord verstreut vorgefundenen Knochen alle zu ein und demselben Skelett. Der Schädel des Höhlenlöwen war vom Bagger zertrümmert worden. Eine am rechten Oberkiefer sichtbare Knochenfraktur stammt aus jüngeren Jahren der Raubkatze und ist verheilt.

  1. Die geringe Größe der Kiefer könnte auf eine Höhlenlöwin hindeuten.
  2. Der Höhlenlöwe von Neumark-Nord besaß kurze Backenzahnreihen, aber kräftige Reisszähne, wie sie bei modernen Löwen ausgebildet sind, erkannte Fischer.
  3. Außer einigen Schädelknochen fehlen auch größere Partien der Wirbelsäule, das Becken sowie Lenden- und Schwanzwirbel.

Das Höhlenlöwen-Skelett lag inmitten von zusammenhängenden Skelettresten von Waldelefanten. Zwischen den Skelettresten des Löwen befanden sich Fossilien vom Damhirsch und ein Element des Zungenbeinapparates eines Raubtieres. In Neumark-Nord sind bereits vorher einzelne Reste von Höhlenlöwen entdeckt worden.

Das Höhlenlöwen-Skelett aus Neumark-Nord ist im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle/Saale zu sehen. In die Eem-Warmzeit werden bestimmte Höhlenlöwen-Reste aus Baden-Württemberg (Gutenberg-Höhle bei Lenningen im Kreis Esslingen, Travertin-Steinbruch in Stuttgart-Untertürkheim), Niedersachsen (Einhornhöhle von Herzberg-Scharzfeld im Kreis Osterode), Thüringen (Burgtonna im Kreis Gotha, Weimar-Ehringsdorf, Weimar-Taubach) und Sachsen (Wiedemar-Rabutz) datiert.

Größere Teile von Höhlenlöwen-Skeletten aus der Eem-Warmzeit kamen im Travertin-Steinbruch Biedermann in Stuttgart-Untertürkheim ans Tageslicht. Im „Baumstammschlot S1″ im Unteren Travertin befanden sich Teile des Schädels, des Unterkiefers, Zähne und ein Schwanzwirbel eines jungen Höhlenlöwen.

Im „Baumstammschlot S2″ – ebenfalls im Unteren Travertin – lagen Teile des Beckens und ein Fersenbein von einem Höhlenlöwen. Der Untere Travertin von Stuttgart-Untertürkheim enthält Eichenmischwald-Fossilien und dokumentiert ein wärmeres Klima. In der „Steppennagerschicht” des Steinbruchs Biedermann in Untertürkheim lagen große Teile des Skelettes eines Höhlenlöwen, aber nicht der Schädel.

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Die Steppennagerschicht mit Fossilien vom Pferdespringer (Allactaga jaculus) und Steppenlemming (Lagurus lagurus) markiert ein kühleres Klima und entstand später als der Untere Travertin. Der Stuttgarter Paläontologe Fritz Berckhemer (1890–1954) vermutete, die im „Baumstammschlot S2″ geborgenen Fersenbeine vom Höhlenlöwen, Riesenhirsch und Reh könnten von der „Fersenbein-Sammlung” eines Neandertalers stammen.

  • Denn ein Fersenbein vom Riesenhirsch trug eine Reihe feiner Schnittspuren, wie sie entstehen, wenn man mit einem scharfen Gerät das Fleisch und die Sehnen von einem Knochen ablöst.
  • Berckhemer hielt es für unwahrscheinlich, dass ein Tier die Fersenbeine in „Schlot 2″ verschleppt haben könnte.
  • In „Schlot 3″ lagen eine Schneidespitze und ein Hohlkratzer sowie in „Schlot 4″ ein Bohrgerät.

Diese Geräte konnten nur vom Menschen hineingebracht worden sein, womit auch für die Knochen in „Schlot 2″ keine andere Deutung möglich sei. Relativ viele Höhlenlöwen-Reste kennt man aus der süddeutschen Würm-Eiszeit und der norddeutschen Weichsel-Eiszeit.

  1. Es liegen Funde aus Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg und Hamburg vor.
  2. Aus der Würm-Eiszeit stammt ein 1975 von dem Fossiliensammler Bernard Bredow bei Siegsdorf (Kreis Traunstein) südlich des Chiemsees in Bayern entdecktes Höhlenlöwenmännchen.

Dieses verfügte über eine Schulterhöhe von etwa 1,20 Metern und eine Kopfrumpflänge von etwa 2,10 Metern. Der Schädel dieses Höhlenlöwen ist etwa 38 Zentimeter lang. Die Datierung des Siegsdorfer Höhlenlöwen-Skeletts mit der Radiocarbon-Methode ergab ein geologisches Alter von etwa 47.000 Jahren.

  • Sie wurde von dem Mannheimer Geoarchäologen Wilfried Rosendahl (Reiss-Engelhorn-Museum) und Robert Darga, dem Leiter des Naturkunde- und Mammut-Museums Siegsdorf, veranlasst.
  • An einigen Knochen des Siegsdorfer Höhlenlöwen sind 1992 von Carin Gross deutliche Schnittspuren erkannt worden.
  • Weitere Hinweise auf die Anwesenheit von Urmenschen – wie etwa Werkzeuge oder Waffen – fand man nicht.

Nach Ansicht von Wilfried Rosendahl haben Neandertaler (Homo sapiens neanderthalensis) den Kadaver des Siegsdorfer Höhlenlöwen ausgeweidet. Darauf weisen Schnittspuren auf der Innenseite einiger Rippen und der Beckenknochen hin. Vermutlich hat man Fleischstücke aus dem Kadaver herausgeschnitten und verzehrt.

  1. Weil Schnittspuren fehlen, die eindeutig das Enthäuten belegen könnten – zum Beispiel an der Außenseite der Rippen oder an den Fingergliedern (Phalangen) –, ist fraglich, ob diesem Höhlenlöwen das Fell über die Ohren gezogen wurde.
  2. Auch typische Skelettelemente, die beim Enthäuten fehlen würden – wie etwa die Krallen –, sind noch vorhanden.

Es gibt aber auch Paläontologen, die bezweifeln, dass der Siegsdorfer Höhlenlöwe geschlachtet wurde. Die Todesursache des Siegsdorfer Höhlenlöwen ist unbekannt. Man weiß nicht, ob er auf natürliche Weise am Wasserloch verendet ist oder ob er durch Neandertaler getötet wurde.

  1. Dieser für die Wissenschaft so aufschlussreiche Höhlenlöwen-Fund ist eine der Attraktionen im 1995 eröffneten Naturkunde- und Mammut-Museum Siegsdorf.
  2. Einer der prächtigsten Schädelfunde eines Höhlenlöwen kam 1932 beim Bau der neuen Straße von Pegnitz nach Weidelwang (Oberfranken) in einer zerstörten Höhle zum Vorschein.

Damals wurde durch Felssprengungen eine kleine Höhle freigelegt, deren Ablagerungen etliche fossile Knochenreste enthielten. Der Höhleninhalt wurde nach Auskunft der Straßenbauarbeiter überwiegend als Füllmaterial beim Festwalzen der Schotterlage verwendet.

  • Über die Knochenfunde wurde der Bürgermeister von Pegnitz, Hans Gentner (1877–1953), informiert.
  • Einige Tage später erfuhr auch der damals in Gießen tätige Paläontologe Florian Heller (1905–1978) von diesen Funden.
  • Er unternahm sofort mit Vermessungs-Obersekretär Spöcker aus Fischbach bei Nürnberg eine Ortsbesichtigung.

Dabei wurde der Schädel des Höhlenlöwen gefunden, den Spaziergänger in der nahe der Straße vorbeifließenden Pegnitz gewaschen, fotografiert und in der prallen Sonne liegengelassen hatten. Die teilweise zerstörte Höhle war weitgehend ausgeräumt. Mit Bürgermeister Gentner (nach dem die Höhle benannt wurde) vereinbarte Heller, dass noch alle anfallenden Funde ihm zur Begutachtung und wissenschaftlichen Bearbeitung überlassen werden sollten.

Tatsächlich erhielt er bald eine große Kiste mit zahlreichen Knochenresten, die er sofort konservierte und grob sichtete. Durch andere Aufgaben wurde Heller immer wieder von der Untersuchung der ihm übersandten Knochenreste abgehalten, so dass die Veröffentlichung hierüber erst 1953 erschien. Der Großteil der Knochenreste stammte von Höhlenbären.

Daneben kamen aber auch zwei Unterkieferäste einer Großkatze und zwei weitere Skelettelemente zum Vorschein, die nach Hellers Ansicht ziemlich sicher demselben Höhlenlöwen angehören, von dem der Schädel herrührt. Nach dem Tode Hellers erhielt das Paläontologische Institut der Universität Erlangen-Nürnberg dessen Sammlung, zu der auch der Höhlenlöwe von Weidelwang gehört.

  1. Die Gentner-Höhle kann heute nicht mehr besichtigt werden.
  2. Sie wurde nach Fertigstellung der Straßenbauarbeiten aus Sicherheitsgründen verschlossen.
  3. Ungewöhnlich gut erhalten ist das Skelett eines Höhlenlöwen aus dem Mährischen Karst in Tschechien.
  4. Früher hieß es, dieses Skelett stamme aus der Slouper-Höhle bei Brno (Brünn), doch das gilt heute als falsch.

Eine Abbildung von der Ausstellung dieses Fundes im Wiener Hofmuseum ist in dem Werk „Entwicklungsgeschichte der Natur” (Band 2, 1886) von Wilhelm Bölsche (1861–1939) zu sehen. Einen Eintrag ins „Guiness-Buch der Rekorde” wert ist ein Höhlenlöwen-Skelett aus einer Höhle im Sauerland.

  • Denn dieser von Cajus G.
  • Diedrich untersuchte Fund stammt vom einzigen erst wenige Monate alten Jungtier eines Höhlenlöwen.
  • Die Geschichte des kleinen Höhlenlöwen klingt fast unglaublich: Seine Reste wurden anfangs auf verschiedene Museen verstreut.
  • Dann landete ein Teil im Müllcontainer, wo es durch einen aufmerksamen Paläontologen gerettet wurde.

Außerdem fügte man drei Knochen von diesem Jungtier fälschlicherweise in das Skelett einer Höhlenhyäne, das Diedrich wieder demontieren ließ. Interessanterweise ist dies der einzige Löwenrest in einem sehr bedeutenden Hyänenhorst im Sauerland. In seinem Werk „Lebensbilder aus der Tierwelt der Vorzeit” (1921) erwähnte der österreichische Paläontologe Othenio Abel (1875–1946) ein in der Tischoferhöhle bei Kufstein in Tirol entdecktes Höhlenlöwen-Skelett.

Diesen Fund deutete der Münchner Paläontologe Max Schlosser (1854–1933) als den Rest eines Eindringlings, der von den diese Höhle bewohnenden Höhlenbären überfallen und zerrissen worden sei. In seinem Buch „Die vorzeitlichen Säugetiere” (1914) zeigte Othenio Abel den prächtigen Schädel eines Höhlenlöwen aus der Höhle von Mars bei Vence (Meeralpen) in Frankreich.

Der Pariser Paläontologe Marcellin Boule (1861–1942) beschrieb diesen Fund als Löwen, während Jules René Bourguignat (1829–1892) ihn als Tiger verkannte. Die ältesten Löwenspuren Europas wurden 1992 auf der Baustelle für ein Nachklärbecken der Emscher-Kläranlage Bottrop-Welheim von dem Paläontologen Martin Walders entdeckt und ausgegraben.

  1. Die etwa zehn Meter lange Fährte stammt von einem Höhlenlöwen aus der Würm-Eiszeit und entstand vor schätzungsweise etwa 42.000 bis 35.000 Jahren.
  2. Sie wird aus 32 Pfotenabdrücken gebildet und von Wildpferd- und Wisentspuren gekreuzt.
  3. Aus der Schrittlänge der Fährte konnte die Laufgeschwindigkeit des Höhlenlöwen rekonstruiert werden.

Demnach hat diese Raubkatze in ruhigem Lauf ihre Pfotenabdrücke hinterlassen. Es lag also keine unmittelbare Jagdsituation vor. Ein etwa 35 Quadratmeter großer Ausschnitt der Fährtenfläche ist im Museum für Ur- und Ortsgeschichte (Quadrat Bottrop) zu bewundern.

In Bottrop-Welheim sind auf einer Fläche von insgesamt ca.150 Quadratmetern etwa 600 Trittsiegel von Tieren entdeckt worden. Etwa die Hälfte davon ließ sich zu rund 30 Fährten zusammenstellen. Davon stammen 16 Fährten vom Rentier, zwei von einem großen Rind, zehn von Huftieren (darunter zwei von Wildpferden), eine Fährte vom erwähnten Höhlenlöwen und eine vom Wolf.

Auch ein Wasservogel hat Fußabdrücke erzeugt. In oberpleistozänen Ablagerungen des Rheins von Hessenaue (Kreis Groß-Gerau) in Südhessen kam das Schienbein eines Höhlenlöwen zum Vorschein, an dem sich eine interessante Krankheitsgeschichte ablesen lässt.

Trotz einer schweren Entzündung des Knochenmarks, die diese Raubkatze vorübergehend jagdunfähig machte, ist das Schienbein verheilt. Demnach muss dieser Höhlenlöwe noch längere Zeit mit dieser Behinderung überlebt haben. Er wurde von Artgenossen an der Beute geduldet oder mit Futter versorgt. Demnach könnte der Höhlenlöwe wie heutige Löwen ein Rudeltier gewesen sein.

Über das aufschlussreiche Schienbein von Hessenaue berichteten 1987 der Bonner Paläontologe Wighart von Koenigswald und der Frankfurter Mediziner Erich Schmitt. Figuren von Höhlenlöwen, die aus Mammut-Elfenbein geschnitzt waren – wie die etwa 32.000 Jahre alten Funde aus der Vogelherdhöhle auf der Schwäbischen Alb – sowie Darstellungen von Löwen in französischen Höhlen können als Hinweis dafür betrachtet werden, dass die eiszeitlichen Jäger diese Raubkatzen sehr gut kannten.

  1. Einem Jäger hat womöglich ein Löwen-Eckzahn, der beim Zigeunerfels bei Sigmaringen (Baden-Württemberg) geborgen wurde, sogar als Amulett gedient.
  2. Eiszeitliche Darstellungen von Jägern und Sammlern präsentieren Höhlenlöwen immer ohne Mähne, was darauf hindeutet, dass männliche Tiere im Gegensatz zu ihren heutigen afrikanischen und indischen Verwandten mähnenlos waren.

Vielleicht wurden auf den Höhlenbildern aber nur weibliche Tiere abgebildet. Das Fell scheint nach diesen Bildern einfarbig gewesen zu sein. Außerdem ist oft die für Löwen typische Schwanzquaste erkennbar. Sogar während der Kaltzeiten des Eiszeitalters drangen die Höhlenlöwen weit nach Norden vor.

Im Nordosten Asiens entstand als weitere Rasse der Ostsibirische Höhlenlöwe oder Beringia-Höhlenlöwe (Panthera leo vereshchagini), dessen Unterart nach dem verdienstvollen russischen Forscher Nikolai K. Vereshchagin aus St. Petersburg benannt ist. Als der Meeresspiegel während einer Kaltzeit wieder einmal sank, konnten Höhlenlöwen und andere Tiere aus Asien (Sibirien) über die Landbrücke Beringia und die trockengefallene Bering-Landbrücke auch Nordamerika (Alaska) erreichen.

Von dort aus wanderten sie vermutlich weiter nach Süden und entwickelten sich allmählich zu Amerikanischen Höhlenlöwen bzw. Amerikanischen Löwen (Panthera leo atrox). Nach gegenwärtigem Wissensstand verschwand der Ostsibirische Höhlenlöwe gegen Ende der letzten großen Vereisungsphase der süddeutschen Würm-Eiszeit bzw.

  • Der norddeutschen Weichsel-Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren.
  • Der Europäische Höhlenlöwe starb vermutlich etwa gleichzeitig aus.
  • Löwen konnten sich aber möglicherweise auf der Balkanhalbinsel bis weit in die Nacheiszeit behaupten.
  • Bei diesen Raubkatzen vom Balkan ist aber unklar, ob sie wirklich zur Unterart des Höhlenlöwen zählten.

Das Verschwinden der Löwen in Amerika, Asien und Europa wurde vermutlich dadurch bewirkt, dass ihre Beutetiere ausstarben. Zum Ende des Eiszeitalters wuchsen da, wo vorher Graslandschaft war, wieder die Wälder. Das Aussterben oder Abwandern der an Futternot leidenden Steppenhuftiere könnte den großen Raubkatzen die Nahrungsbasis entzogen haben.

  • Es ist aber nicht völlig auszuschließen, dass die oberpleistozänen Höhlenlöwen in Deutschland die letzte Kaltphase in der Würm-Eiszeit nicht überlebten.
  • Denn aus kühlen Abschnitten des Eiszeitalters kennt man nur wenig Löwenüberreste.
  • Nach dem Ende des Eiszeitalters nahm der Löwenbestand rasch ab, nachdem sich diese Tiere zuvor geradezu explosionsartig ausgebreitet hatten.

Im Buch „Deutschland in der Urzeit” (1986) von Ernst Probst heißt es, als die Jäger in der Jungsteinzeit zu Ackerbau und Viehzucht übergegangen seien, wäre der Löwe zum Nahrungskonkurrenten des Menschen geworden. Die letzten europäischen Löwen hätten im antiken Griechenland gelebt.

Davon zeugten nicht nur die Sage von der Tötung des Nemeischen Löwen durch den Halbgott Herkules, sondern auch Funde und Darstellungen von Löwen auf Kunstgegenständen und Waffen der Bronzezeit, der Zeit der homerischen Helden. Der Amerikanische Höhlenlöwe Panthera leo atrox Ein Zeitgenosse des Europäischen Höhlenlöwen war der Amerikanische Höhlenlöwe (Panthera leo atrox), der im Eiszeitalter vor etwa 100.000 bis 10.000 Jahren in Nord- und Südamerika lebte.

Er geht mit dem Ostsibirischen Höhlenlöwen (Panthera leo vereshchagini), der auch Beringia-Höhlenlöwe genannt wird, wahrscheinlich auf einen gemeinsamen Vorfahren im sibirischen Raum zurück. Der Amerikanische Höhlenlöwe tauchte in der Sangamon-Warmzeit erstmals südlich von Alaska in Amerika auf.

  1. Das Sangamon (Sangomonian) entspricht etwa der Eem-Warmzeit (ca.127.000 bis 115.000 Jahre).
  2. Während der Wisconsin-Eiszeit (etwa 80.000 bis 10.000 Jahre bedeckten zwei riesige Eisschilde bis vor etwa 20.000 Jahren fast die Hälfte von Nordamerika.
  3. Das Wisconsin (Wisconsinan) entspricht etwa der süddeutschen Würm-Eiszeit und der norddeutschen Weichsel-Eiszeit (etwa 115.000 bis 11.700 Jahre).

Der Name dieser Eiszeit erinnert an den US-Bundesstaat Wisconsin, wo die Spuren der einstigen Vereisung besonders gut zu beobachten sind. Als Eisschild oder Inlandeis bezeichnet man eine ausgedehnte, festes Land bedeckende Eismasse mit einer Fläche von reichlich 50.000 Quadratkilometern.

  • Von Nordosten aus erstreckte sich der kanadische Eisschild (auch Laurentischer Eisschild genannt) von der Arktis bis in die Mitte des nordamerikanischen Kontinents.
  • Er bedeckte Kanada und weite Teile Nordamerikas.
  • Seine südliche Grenze erreichte das Gebiet um New York City und Chicago und verlief entlang des Missouri nach Westen zu den nördlichen Ausläufern der Cypress Hills.

Hinter diesen verband sich der kanadische Eisschild mit dem Kordilleren-Eisschild, der sich von den Gebirgsketten des Westens ausdehnte. In der Wisconsin-Eiszeit gab es mehrere Warm- und Kaltzeiten, in denen es zu enormen Schwankungen des Meeresspiegels kam.

Durch die Bindung der Niederschläge in Gletschern fiel der Meeresspiegel um bis zu 125 Meter. Dies hatte zur Folge, dass die Beringstraße von etwa 75.000 bis 45.000 Jahren sowie etwa von 25.000 bis 15.000 Jahren Festland war. Über die Beringbrücke – entlang der Kommandeursinseln (Russland) und der langgestreckten Alëuten (USA) – sowie über die mehr als 1500 Kilometer nördlich davon entfernte Landbrücke Beringia konnten Tiere und Menschen von Sibirien (Asien) nach Alaska (Nordamerika) und umgekehrt wandern.

Nördlich des kanadischen Eisschildes besiedelte zeitweise der Ostsibirische Höhlenlöwe (auch Beringia-Höhlenlöwe genannt) als eine relativ kleine Form die Mammutsteppe von Jakutien bis Alaska und zum Yukon in Kanada. Gegen Ende der Wisconsin-Eiszeit gelangten Amerikanische Höhlenlöwen nach Florida, Mexiko und Peru (Talara).

  1. Zahlreiche Fossilien dieses Höhlenlöwen wurden in Kalifornien, Florida, Kansas, Nebraska, Texas und Süd Dakota (alle USA) entdeckt.
  2. Bekannte Fundorte sind Natchez (Mississippi), Rancho La Brea (Kalifornien) sowie Santa Fe und Ichetucknee (Florida).
  3. Wie der Europäische Höhlenlöwe wird auch der Amerikanische Höhlenlöwe als Unterart des heutigen Löwen (Panthera leo) betrachtet.

Er entwickelte sich vermutlich aus dem Eurasischen Höhlenlöwen, nachdem dieser während des Eiszeitalters die Landbrücke Beringia oder die Beringbrücke überquert hatte. Der amerikanische Forscher Joseph Leidy (1823–1891) hat 1853 einen Unterkiefer aus Natchez (Missisippi) als Löwen (Felis atrox) beschrieben.

  1. Dies war die erste wissenschaftliche Beschreibung des Amerikanischen Höhlenlöwen (heute Panthera leo atrox), der in der Folgezeit von anderen Autoren unter verschiedenen wissenschaftlichen Namen beschrieben wurde.
  2. Heute noch wird diskutiert, ob der Amerikanische Höhlenlöwe eine Unterart (Panthera leo atrox) oder eine Art (Panthera atrox) ist.

Dass es sich um einen Löwen handelte, war die erste und richtige, doch nicht die letzte Vermutung. Denn 1941 beschrieb der amerikanische Paläontologe George Gaylord Simpson (1902–1984) ein derartiges Skelett als das eines Riesenjaguars. Damit setzte er einen Irrtum in die Welt, der erst 1971 korrigiert wurde, als der russische Forscher Nikolai K.

Vereshchagin und der Mainzer Zoologe Helmut Hemmer unabhängig voneinander zu dem Schluss kamen, dass diese „nordamerikanische Pantherkatze” doch ein Löwe sei. Die Amerikanischen Höhlenlöwen hatten eine Kopfrumpflänge von bis zu 2,50 Metern, zu denen noch ein mindestens 1,20 Meter langer Schwanz hinzugerechnet werden muss.

Das ergab eine respektable Gesamtlänge von bis zu 3,70 Metern. Ein Vergleich mit Löwen, die von 1700 bis heute erlegt wurden, zeigt auf, dass diese allenfalls eine Gesamtlänge von etwa 3,25 Meter (Kapland) oder 3,33 Meter (Ostafrika) hatten. Doch das waren Rekordmaße und keine Durchschnittsgrößen.

  • Das maximale Gewicht männlicher Amerikanischer Höhlenlöwen wird auf bis zu 300 Kilogramm geschätzt.
  • Weibliche Tiere sollen etwa 175 Kilogramm gewogen haben.
  • Die Zähne des Amerikanischen Höhlenlöwen ähneln stark denjenigen heutiger Löwen, aber sie waren merklich größer.
  • Im Vergleich mit Löwen der Gegenwart wirken die Gliedmaßen Amerikanischer Höhlenlöwen graziler, weswegen diese Raubkatzen schneller als jetzige Afrikanische Löwen laufen konnten.

Im Vergleich zu ihrer Körpergröße besaßen Amerikanische Höhlenlöwen das größte Gehirn aller Löwen. Ihnen werden deswegen komplexe soziale Verhaltensweisen zugeschrieben. Wie heutige Löwen soll auch der Amerikanische Höhlenlöwe ein einfarbiges Fell getragen haben.

  • Ob die männlichen Tiere eine ebenso stattliche Mähne wie die meisten Löwen der Gegenwart besaßen, ist unbekannt.
  • Höhlenmalereien des nahe verwandten Europäischen Höhlenlöwen in Frankreich zeigen diese Raubkatzen stets ohne Mähne.
  • In Schlechtwetterzeiten suchten die Amerikanischen Höhlenlöwen vermutlich in Höhlen und Felsspalten Schutz vor der Kälte.

Womöglich haben sie ihr Lager in Höhlen – wie Sibirische Tiger – mit Gras oder Blättern gepolstert. Die Amerikanischen Höhlenlöwen jagten vor allem Bisons, Hirsche, Wildpferde, Westkamele (Camelopus hesternus) und Buschochsen (Euceratherium). Möglicherweise erbeuteten sie gelegentlich auch Jungtiere von Mammuts (Mammuthus primigenius), Mastodonten und Präriemammuts (Mammuthus colombi).

  1. Zu den Konkurrenten der Amerikanischen Höhlenlöwen rechnet man Säbelzahnkatzen, riesige Kurznasenbären (Arctodus simus) und wolfsähnliche Wildhunde (Canis dirus).
  2. Der vor etwa 44.000 bis 14.000 Jahren in Nordamerika lebende Kurznasenbär oder Kurzschnauzenbär war vermutlich das größte Raubsäugetier des Eiszeitalters.

Nach Skelettfunden zu schließen, erreichte er eine Schulterhöhe bis zu 1,80 Metern und aufgerichtet eine Höhe von etwa 3,40 Metern. Die größten Männchen wogen wahrscheinlich bis zu 1000 Kilogramm. Der Kurznasenbär hatte eine besonders kurze Schnauze und von allen Bären das am stärksten auf eine fleischfressende Lebensweise ausgerichtete Gebiss.

  1. Seine kräftigen Eckzähne ermöglichten ihm zusammen mit der enormen Kiefermuskulatur einen kräftigen Todesbiss.
  2. Vom Amerikanischen Höhlenlöwen wurden Skelettreste von schätzungsweise mehr als 80 Tieren aus den oberpleistozänen Asphaltsümpfen von Rancho La Brea im Stadtgebiet von Los Angeles entdeckt.
  3. Die so genannten „Rancho La Brea Tar Pits” (spanisch: La Brea ist Teer, englisch: tar pits = Teergruben) sind eine Ansammlung von mit natürlichem Asphalt gefüllten Gruben unterschiedlicher Größe im Hancock Park inmitten der kalifornischen Großstadt Los Angeles.

Laut Online-Lexikon „Wikipedia” ist Rancho La Brea „eine der an Fossilien reichsten Fundstellen aus dem Pleistozän oder Eiszeitalter”. Weiter heißt es: „Dieser Ort kann daher als eine Konzentratlagerstätte betrachtet werden, in der ein vollständiges Ökosystem aus der Zeit von 40.000 bis 10.000 Jahren konserviert worden ist.” Bis heute hat man mehr als 100 Tonnen Fossilien, 1,5 Millionen Knochen und 2,5 Millionen Überreste aus den Teergruben geborgen, die für viele Tiere zur tückischen Falle geworden waren.

  • Zum Fundgut von Rancho La Brea gehören mehr als 60 Arten von Säugetieren.
  • Darunter sind bis zu etwa vier Meter hohe „Kaisermammute” (Mammuthus imperator), bis zu etwa 1,90 Meter große Riesenfaultiere (Paramylodon harlani), Säbelzahnkatzen (Smilodon fatalis), Amerikanische Höhlenlöwen, Puma, Jaguar, Rotluchs, wolfsähnliche Wildhunde (Canis dirus), Fische, Amphibien, Reptilien, Weichtiere, Insekten, Spinnen, Pflanzen sowie deren Pollen und Samen.

In Rancho La Brea sind männliche und weibliche Amerikanische Höhlenlöwen gleichmäßig im Fundgut vertreten. Das deutet darauf hin, dass diese Raubkatzen allein oder zu zweit jagten. Im Vergleich zu anderen Raubtieren sind verhältnismäßig wenig Höhlenlöwen in den Asphaltlöchern ums Leben gekommen.

  1. Deshalb spekuliert man, das könne an der Intelligenz und den Jagdmethoden dieser Höhlenlöwen gelegen haben.
  2. Normalerweise gibt es in einer weitgehend ökologisch stabilen Lebensgemeinschaft immer mehr pflanzen- als fleischfressende Tierarten.
  3. In der fossilen Tierwelt von Rancho La Brea dagegen sind die Fleischfresser im Verhältnis zu den Pflanzenfressern so häufig, dass sich in einer lebenden Tierwelt kein natürliches Gleichgewicht hätte bilden können.

Als Ursache dieser Diskrepanz gilt, dass die Pflanzenfresser bei der Suche nach Wasser oder beim zufälligen Vorbeikommen an den Asphaltlöchern dort – ähnlich wie in einem Moor – gefangen blieben. Steckten sie erst einmal im Asphalt fest, bildeten sie eine leichte Beute für Fleischfresser, die dann selbst in der tödlichen Falle starben.

Was ist die gefährlichste Raubkatze auf der Welt?

Bengalische Tiger sind die tödlichsten aller Raubkatzen.

Was ist das stärkste Tier auf der ganzen Welt?

Der Gorilla – Gorillas in Zentralafrika gelten als die stärksten Landtiere der Erde. Leider stehen diese intelligenten Menschenaffen an der Kippe des Aussterbens. Wilderei und die Zerstörung ihres Lebensraumes durch Rodungen, Straßen- und Bergbau, aber auch Krankheiten die Menschen einschleppen, setzen den Gorillas zu. Wie Alt Werden Löwen

Wer ist der König von den Tieren?

Wie Alt Werden Löwen Der Löwe – lateinischer Name Panthera leo – wird als König der Tiere bezeichnet. Dabei ist er nach dem Tiger nur die zweitgößte der Großkatzen, Die beeindruckende Löwenmähne findet sich aber nur beim Männchen. Die Jungtiere balgen und jagen sich, damit sie die für ihr Leben wichtigen Techniken erlernen.

Wie alt wird ein Löwe und woran stirbt er?

Fortpflanzung und Entwicklung – Ein Löwenpärchen bei der Kopulation Kopfreiben und Belecken des Fells stärken die Bindung zwischen Mutter und Kind Weibchen werden, unter anderem in Abhängigkeit von den Umweltbedingungen, im Alter von zwei bis drei Jahren geschlechtsreif, erstmals trächtig werden sie mit durchschnittlich dreieinhalb Jahren.

  1. Männchen sind mit gut zwei Jahren geschlechtsreif, können aber frühestens mit fünf Jahren ein Rudel übernehmen und Junge zeugen.
  2. Das Männchen überprüft die Paarungsbereitschaft eines Weibchens geruchlich mit dem Jacobson-Organ, das sich im harten Gaumen befindet.
  3. Dazu zieht der Löwe die Oberlippe zurück und öffnet leicht das Maul; dies wird als Flehmen bezeichnet.

Auch wenn ein Männchen die Spitze der Rangordnung einnimmt, kann es sich mit einem Weibchen nur mit dessen Zustimmung paaren. Hierzu legt sich die Löwin auf den Bauch und erlaubt dem Männchen, sie zu besteigen. Während der Kopulation beißt der Kater der Löwin in den Nacken; dadurch hält diese instinktiv still.

  • Eine Kopulation findet etwa alle 15 Minuten statt, über drei bis vier Tage zirka 40 Mal am Tag; ein Kopulationsakt dauert etwa 30 Sekunden.
  • Nach einer Tragzeit von etwa vier Monaten bringt die Löwin in einem Versteck abseits vom Rudel zumeist ein bis vier, maximal sechs Junge zur Welt.
  • Neugeborene wiegen etwa 1,5 Kilogramm, ihre Augen öffnen sich bei der Geburt oder kurz danach.

Sie werden im Versteck etwa sechs bis acht Wochen von der Mutter gesäugt. Ist dieses weit vom Rudel entfernt, geht die Mutter allein auf Jagd. Dabei kann es vorkommen, dass die Jungen bis zu 48 Stunden allein im Versteck bleiben; dies ist besonders wegen Hyänen und anderer Raubtiere gefährlich.

Nach maximal acht Wochen führt die Löwin ihre Jungen zum Rudel, wo sie sich zusammen mit anderen Jungen zu einer Crèche, einem „Hort”, zusammenschließen. Die jungen Löwen saugen ab diesem Zeitpunkt nicht nur bei der Mutter, sondern auch bei den anderen Weibchen, womit die Aufzucht allen weiblichen Mitgliedern des Rudels obliegt.

Im Alter von vier bis sechs Wochen beginnen die Jungen, auch Fleisch zu fressen. Mit acht Monaten werden Löwenjunge entwöhnt, sie bleiben aber noch bis zum Alter von 21 bis 30 Monaten bei der Mutter. Etwa 60 Prozent der Löwen sterben bereits in ihrem ersten Lebensjahr.

Wie alt werden Löwen in Zoos?

Von Barcelona über Teneriffa nach Karlsruhe – Safo wurde 1997 in Barcelona geboren und lebte von 1998 bis 2009 im Loro Parque auf Teneriffa, der damals vom späteren Karlsruher Zoodirektor Matthias Reinschmidt geleitet wurde. Reinschmidt brachte die Löwin mit nach Karlsruhe.

  • Safo lebte zuletzt als Einzeltier im Karlsruher Zoo.
  • Der Versuch, Safo mit Löwen-Kater Menelaos zu vergesellschaften, war 2011 fehlgeschlagen, weil sich die beiden Tiere nicht besonders gut verstanden.
  • In den wissenschaftlich geführten Zoos Europas, in denen diese Daten erhoben werden, war sie der älteste Löwe.” Mit 24 Jahren ist sie außergewöhnlich alt geworden.

In der Natur werden Löwinnen meist nicht älter als zwölf Jahre, können in menschlicher Obhut allerdings 17 bis 18 Jahre erreichen. In Ausnahmefällen seien auch mehr als 20 Jahre möglich. Die Löwin Safo ist mit 24 Jahren im Karlsruher Zoo gestorben “Es ist traurig, dass wir dieses Charaktertier verloren haben. Es ist aber noch viel mehr. Es ist das Ende einer Ära.”

Welches Tier besiegt den Löwen?

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Wie lange kann ein Löwe schlafen?

Wildlife: Löwe müsste man sein Von bilder von Shutterstock Wie Alt Werden Löwen Foto von Shutterstock Vielschläfer: 13 Stunden schlummert ein Löwe im Durchschnitt. Alle Säugetiere brauchen Schlaf. Aber warum schläft ein Löwe 13 Stunden, die Giraffe nur 4,5? Der Schlafforscher Jerome ­Siegel von der Universität Kalifornien erklärt das so: Tiere haben unterschiedliche Strategien entwickelt, mit denen sie ihre Energie­reserven schonen und so vermeiden können, gefressen zu werden.

Elefanten zum Beispiel dösen nur drei bis vier Stunden pro Tag. «Weil sie so groß sind, müssen sie die meiste Zeit fressen», sagt Siegel. Die Mausohrfledermaus dagegen schläft fast den ganzen Tag – sie spart Kräfte für die wenigen Stunden in der Nacht, in denen sie auf Insektenjagd geht. Das Schnabeltier kann es sich leisten, täglich 14 Stunden zu schlafen: Es ernährt sich von Krebsen, wahren Kalorienbomben, die lange vorhalten.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Sicherheit: Tiere, die in Verstecken ruhen, schlafen meist tiefer und länger als solche, die sich ohne Deckung erholen und stets auf der Hut sein müssen. Aber natürlich gibt es auch solche, die überall und jederzeit dösen.