Ck-Wert Ab Wann Gefährlich - Tehnopolis

Ck-Wert Ab Wann Gefährlich

Ck-Wert Ab Wann Gefährlich
Warum wird der Kreatin-Kinase-Wert gemessen? – Die Kreatin-Kinase (CK), auch als Kreatin-Phosphokinase (CPK) als bezeichnet, spielt eine wichtige Rolle bei der Energiegewinnung und versorgt die Zellen mit Energie. Kreatin-Kinasen kommen in allen Muskelzellen und im Gehirn vor.

  • Es gibt 4 verschiedene Kreatin-Kinasen, die sich etwas im chemischen Aufbau unterscheiden, aber die dieselbe Funktion haben.
  • Die 4 Varianten der Kreatin-Kinase kommen in unterschiedlichen Organen vor, z.B.
  • Die Kreatin-Kinase-MB (CK-MB) im Herzmuskel.
  • Die Gesamt-CK ist die Summe aller Kreatin-Kinasen im Körper,

Die CK ist ein wichtiger Messwert bei Verdacht auf Schäden an der Skelettmuskulatur oder am Herzen, z.B. bei einem Herzinfarkt, Die Höhe der CK-MB ist ein wichtiger Hinweis auf einen Herzinfarkt: Je höher die CK-MB ist, desto größer ist der Infarkt. Beträgt die CK-MB mehr als 6% der Gesamt-CK, ist dies ein deutlicher Hinweis auf einen Herzinfarkt.

Wie hoch darf der CK wert sein?

Wie hoch dürfen die CK-Werte bei Sportlern sein? – Die Referenzwerte liegen bei Männern bei 0-170 U/L, bei Frauen sind 0-145 U/L zu erwarten. Im Gegensatz zur inaktiven Durchschnittbevölkerung sind die CK-Werte bei Sportlern aber fast doppelt so hoch – auch nach 24-48 Stunden Trainingspause.

Männer Frauen
Normalbevölkerung 0-170 U/L 0-145 U/L
Sportler 82-1083 U/L 47-513 U/L

In Football-Trainingslagern wurden je nach Studie Durchschnittswerte von 1500 bis etwa 5000 U/L gemessen. Hier spielt aber auch der Körperkontakt eine Rolle für die CK-Erhöhung. Solange keine außergewöhnlichen, muskulären Beschwerden oder Nierenfunktionsstörungen auftreten, ist davon auszugehen, dass so hohe Werte unter hoher sportlicher Belastung physiologisch sind.

Was passiert wenn der CK Wert zu hoch ist?

Was bedeuten erhöhte CK-Werte im Blut? – Erhöhte Werte der CK-Aktivität im Blut deuten darauf hin, dass irgendwo im Körper eine Schädigung der Muskulatur aufgetreten ist:

Schädigung der Skelettmuskulatur und/oder Schädigung der Herzmuskulatur.

Ein lediglich erhöhter CK-Wert im Blut lässt aber keine Rückschlüsse darauf zu, wo genau die Muskelschädigung vorliegt. So findet sich nicht selten schon bei einem einfachen „ Muskelkater ” nach anstrengender Muskelarbeit (Sport, Schwerarbeit etc.) oder bei Verletzungen ( z.B.

Wie hoch ist der CK Wert bei Herzmuskelentzündung?

Herzmarker: Wenn das Herz leidet Wenn das Herz leidet Von Christina Hohmann Wenn Herzzellen absterben, entlassen sie Enzyme in die Blutbahn. Durch den Anstieg der Konzentrationen lassen sich die Schäden des Organs abschätzen. Wie alle Zellen des Körpers verwenden die Herzmuskelzellen Enzyme, um ihren Stoffwechsel aufrechtzuerhalten und ihre Funktionen auszuüben.

  1. Bei Schädigungen am Herzen, sterben die Zellen ab, und die Enzyme gelangen in den Blutkreislauf.
  2. Charakteristisch für Herzschäden sind die Lactatdehydrogenase, Kreatinkinase, Myoglobin und die kardialen Troponine.
  3. Ein relativ unspezifischer Marker ist die Lactatdehydrogenase (LDH).
  4. Das Enzym spielt eine zentrale Rolle in der anaeroben Energiegewinnung und kommt daher in fast allen Zellen des Körpers vor.

In größeren Mengen ist es in Leber, Herzmuskel, roten Blutkörperchen und der Niere vorhanden. Dabei sind die fünf Isoformen des Enzyms charakteristisch für bestimmte Organe. LDH-1 ist hauptsächlich im Herzmuskel vertreten, LDH-2 im Lymphsystem, LDH-3 in Milz und Lunge, LDH-4 und -5 in der Muskulatur sowie der Leber.

Ein Anstieg der LDH-Konzentration kann daher ganz verschiedene Ursachen von Bluterkrankungen über Lungenembolie und Hepatitis bis hin zu Tumoren haben. Bei massiven Schäden des Herzmuskels, wie sie etwa bei einem Herzinfarkt oder Myokarditis (Herzmuskelentzündung) entstehen, steigt der Gesamt-LDH-Wert nach sechs bis zwölf Stunden an.

Entsprechend der Verteilung im Körper steigt vor allem die LDH-1-Konzentration. Sie macht etwa 45 Prozent des Gesamt-LDH-Spiegels aus. Nach 24 bis 60 Stunden erreicht er seine Spitze und normalisiert sich erst nach ein bis zwei Wochen wieder. Besonders hilfreich ist die Bestimmung des Markers daher in der Spätdiagnostik eines Herzinfarkts.

Bei gesunden Menschen liegt der Wert unter 250 Einheiten pro Liter (U/l). Kreatinkinase Sehr viel spezifischer als der LDH-Wert ist der Kreatinkinase-Spiegel im Blut. Das Enzym katalysiert die Bildung von Adenosintriphosphat (ATP), die universelle Energiequelle der Zellen. Man unterscheidet vier Isoformen: CK-MB (Myokardtyp) kommt im Herzmuskel, CK-MM im Skelettmuskel, CK-BB im ZNS und CK-MiMi in Mitochondrien vor.

Klinisch relevant ist eigentlich nur die Messung der Gesamt-CK und der CK-MB-Konzentration. Der Kreatinkinase-Wert liegt normalerweise unter 170 U/l bei Frauen und unter 190 U/l bei Männern. Ein Anstieg kann auf Herzschäden, intramuskuläre Spritzen, Operationen, Muskelerkrankungen oder Unfälle zurückgehen.

Auch starke körperliche Anstrengung, epileptische Anfälle und Vergiftungen können den Wert erhöhen. Von besonderer Bedeutung ist die Messung der CK-Konzentration für die Herzinfarktdiagnostik. Wichtig hierbei ist der Anteil des CK-MB-Wertes am Gesamt-CK-Wert. Liegt dieser zwischen 6 und 25 Prozent, weist das auf eine Schädigung der Herzmuskulatur hin.

Bei einem Herzinfarkt steigen der Gesamt-CK- und der CK-MB-Spiegel nach drei bis vier Stunden an. Der Gesamtwert erreicht nach 16 bis 36 Stunden, der CK-MB-Wert nach 12 bis 18 Stunden sein Maximum und sinkt dann wieder ab. Bei Verdacht auf Herzinfarkt oder einem tatsächlichen Infarkt werden beide Parameter mehrmals hintereinander gemessen, um einen Verlauf zu ermitteln.

Der Normbereich für den CK-MB-Wert liegt unter 15 U/l. Kardiale Troponine Troponine sind Proteine, die in Muskelzellen vorkommen und für deren Kontraktion verantwortlich sind. Sie regulieren das Ineinandergleiten der Aktin- und Myosinfilamente. Von Troponin gibt es drei Isoformen: Troponin I, T und C. Jede Muskelart, die glatte, quergestreifte und Herzmuskulatur, hat eigene Isoformen.

Die herzmuskelspezifischen Unterformen werden als kardiales Troponin T und I bezeichnet. Sie sind die aussagekräftigsten Marker für eine Herzschädigung. Bei gesunden Menschen kommen kardiale Troponine im Blut nicht vor. Ein Troponin-T-Wert von mehr als 0,04 µg/l und ein Troponin-I-Wert mehr als 0,1 bis 1,5 µg/l (je nach Testsystem) zeigen Schäden am Herzmuskel an.

  1. Ein Herzinfarkt lässt sich durch den Test auf kardiale Troponine mit einer Sensitivität von 94 Prozent diagnostizieren.
  2. Nach einem Infarkt beginnt der Troponin-Spiegel nach drei bis acht Stunden anzusteigen, sein Maximum ist nach 12 bis 96 Stunden zu erwarten.
  3. Liegt der Troponin-Wert in Mehrfachmessungen im Normbereich, kann ein Herzinfarkt ausgeschlossen werden.

Der Wert ist gut geeignet, um das Ausmaß der Schädigung bei einem Myokardinfarkt abzuschätzen, die Art der Therapie festzulegen und deren Erfolg zu bestimmen. Da die Konzentrationen der kardialen Troponine noch ein bis zwei Wochen erhöht bleiben, lassen sich mit ihrer Hilfe auch zurückliegende Ereignisse diagnostizieren.

  1. Ardiale Troponine werden außerdem bestimmt, um den Erfolg einer Thrombolysetherapie zu kontrollieren, kleinere Verletzungen am Herzen nach Operationen sowie Patienten mit Angina pectoris zu überwachen.
  2. Myoglobin Der schnellste Herzinfarkt-Marker ist der Myoglobin-Wert.
  3. Der Spiegel des Hämoproteins steigt bereits zwei Stunden nach dem Infarktbeginn an.

Er erreicht seinen Höchstwert nach sechs bis zwölf Stunden und fällt dann rasch wieder ab. Der Wert ist daher zur Frühdiagnose von Herzinfarkten und zum Erkennen von Reinfarkten geeignet. Das Protein kommt in Muskelzellen vor und transportiert dort Sauerstoff von der Zellmembran zu den Mitochondrien.

  • Bei gesunden Männern liegt der Wert unter 55 µg/l und bei Frauen unter 35 µg/l Blutserum.
  • Auch die Myoglobinkonzentration im Urin kann bestimmt werden.
  • Sie sollte unter 0,3 mg/l liegen.
  • Der Myoglobinwert kann ebenfalls bestimmt werden, um den Erfolg einer Thrombolysetherapie zu kontrollieren oder den Trainingszustand von Sportlern zu bestimmen.

Erhöhte Spiegel können auf Muskelerkrankungen wie Muskeltraumen, genetische Myopathien, toxische Muskelschäden oder fieberhafte Infekte hinweisen. Die Bestimmung der vier Herzenzyme spielt eine wichtige Rolle in der Herzinfarktdiagnostik. Da die Spiegel aber erst vergleichsweise spät (erst nach zwei bis drei Stunden) ansteigen, fallen entsprechende Enzymtests in der Frühphase negativ aus.

  1. In dieser Zeit ist die Diagnose über die Schmerzsymptomatik und entsprechende Veränderungen im Elektrokardiogramm (EKG) zu stellen.
  2. Bei Patienten mit den typischen langanhaltenden Brustschmerzen, die bis in Schulter und Arm ziehen können und von Atemnot, Schweißausbrüchen und Schwindel begleitet sind, sollte möglichst rasch ein EKG erstellt werden.
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: Herzmarker: Wenn das Herz leidet

Wie hoch kann CK Wert steigen?

Die CK steigt bei muskulären Belastungen nicht „regelhaft auf 500–600 U/L ‘ (1) an, sondern es besteht eine erhebliche interindividuelle Variabilität. Leistungssportler haben meist erhöhte CK-Aktivitäten im Blut (2). In Einzelfällen sind CK-Werte deutlich über 1 000 U/L möglich (3).

Wie schnell geht der CK Wert runter?

Erhöhte CK-Werte nach sportlicher Aktivität – Ein intensives Workout hat häufig zur Folge, dass der CK-Wert im Blut ansteigt. Der Anstieg hängt dann v.a. vom Trainingsstatus, dem Wiederholungseffekt und der beteiligten Muskulatur ab. Den Höchstwert erreicht man in der Regel 2 – 3 Tage nach dem Training.

Nach diesem Peak fällt die CK-Menge im Blut rapide ab, da das Enzym als „Abfallprodukt” vom Körper ausgeschieden wird. Der Abbau von Creatingkinase findet vor allem in den Nieren statt, weshalb man nach dem Training umso mehr auf seinen Flüssigkeitshaushalt achten sollte. Bei Untrainierten ist die CK-Aktivität höher als bei gut Trainierten, d.h.

dass bei ihnen mehr Creatinkinase aus der Muskelzelle austritt und im Blut vorhanden ist. Es kommt auch darauf an, welche Muskelgruppen ins Training einbezogen werden. Muskeln, die weniger an Belastung gewöhnt sind, lösen einen höheren CK-Anstieg aus.

Was kann ich machen um den CK Wert zu senken?

Erhöhter CK-Wert nach EMS-Training – Die Creatinkinase ist nach dem EMS-Training vermehrt im Blut nachzuweisen. Aber warum? Durch das EMS-Training wird die gesamte Muskulatur des Trainierenden intensiv beansprucht. Je nach dem wie fit die Trainierenden sind, kann es nach 1 bis 2 Tagen nach dem Training zu einem leichten bis sehr starken Muskelkater kommen.

Einen Mukelkater zu haben bedeutet, dass sich in den Muskelfasern Risse bilden. Durch diese Risse gelangt die Creatinkinase in unser Blut und schon erhöht sich unser CK-Wert. Je nach dem wie ausgeprägt der Muskelkater ist, desto höher oder tiefer ist der Creatinkinase-Wert im Blut. Ein erhöhter CK-Wert muss also nicht unbedingt auf eine Erkrankung hinweisen.

Betreibt man EMS-Training, sollte allerdings darauf geachtet werden, dass man reichlich Wasser zu sich nimmt. Einen Liter pro 20kg Körpergewicht sollte man mindestens trinken. Viel Wasser trinken hilft dem Körper den Creatinkinase-Wert zu senken und die Nieren zu entlasten.

  • Außerdem sollte die fahrlässige Anwendung von EMS-Geräten ausgeschlossen sein.
  • Es ist wichtig, dass sich die Personal-Trainer mit den EMS-Geräten auskennen und den Strom individuell auf jede Person abstimmen können.
  • Achten Sie bei der Wahl ihres Studios auf die Erfahrungen der Personal-Trainer/-innen mit EMS und gehen Sie sicher, dass Sie in ihrem Studio gut aufgehoben sind.

: Creatinkinase (CK-WERT) – Was ist das ?

Welche Blutwerte sind bei Herzproblemen erhöht?

BNP-Test: Spezielle Blutuntersuchung bei Herzinsuffizienz – Im Rahmen der Herzinsuffizienz-Diagnose greifen Mediziner und Medizinerinnen für gewöhnlich auf den BNP-Test zurück. Da das Herz bei einer Herzinsuffizienz aufgrund von Flüssigkeitsansammlungen im Raum zwischen Brustkorb und Lunge unter Druck steht, schüttet es vermehrt das Hormon BNP (B-Type Natriuretic Peptide) aus.8 Grundsätzlich gilt ein BNP-Wert bis zu 100 Nanogramm pro Liter Serum als normal.8 Je höher der BNP-Wert ist, desto wahrscheinlicher leidet der Patient oder die Patientin an einer Herzinsuffizienz.

Welche Laborwerte bei Muskelerkrankungen?

Muskelerkrankungen und Blutwerte: Labordiagnostik – Liegt ein Verdacht auf eine Neuromuskuläre Erkrankung vor, werden verschiedene Muskelparameter labordiagnostisch bestimmt. Ein wichtiger Parameter für Neuromuskuläre Erkrankungen ist insbesondere die Konzentration des Muskelenzyms Creatinkinase (CR-Wert).

Welche Medikamente können den CK Wert erhöhen?

Hintergrund – Statine sind effiziente Medikamente zur Primär- und Sekundärprävention kardiovaskulärer Ereignisse. Muskel­toxizität ist eine klinisch bedeutende un­erwünschte Wirkung der Statine. Diese kann von ­Myalgien mit einer milden Erhöhung der Kreatin­kinase (CK) bis hin zu Myotoxizität einschliesslich Rhabdomyolyse variieren.

  1. Selten tritt eine immunvermittelte nekrotisierende Myopathie («immune-mediated necrotising myopathy» ) auf.
  2. Die IMNM ist eine Autoimmunerkrankung, die durch proximale Muskelschwäche, erhöhte CK-Werte im ­Serum, ein myopathisches Muster in der Elektromyographie sowie durch Nekrose und Entzündung in der Muskel­biopsie und durch einen Anstieg der Anti-3-Hydroxy-3-­Methylglutaryl-Coenzym-A-Reduktase-(HMGCR-)Antikörper gekennzeichnet ist.

Im Folgenden möchten wir einen entsprechenden Fall präsentieren.

Welche Blutwerte deuten auf einen Herzinfarkt hin?

Mit einem hochempfindlichen Bluttest können Mediziner kleinste Herzschädigungen nachweisen und das Herzinfarktrisiko bestimmen. Der Test beruht auf dem Nachweis von Troponin I, einem Protein, das von absterbenden Herzzellen ins Blut freigesetzt wird. Das berichten Wissenschaftler der Duke University in Durham auf der Jahrestagung der American Heart Association.

  • Zu den Kennzeichen, die auf einen drohenden Herzinfarkt hinweisen, gehören Brustschmerzen, ein verändertes Elektrokardiogramm (EKG) sowie erhöhte Blutwerte für Kreatinkinase (CK-MB) und Troponin I.
  • CK-MB ist wie Troponin ein Protein, das ins Blut gelangt, wenn Herzzellen absterben.
  • Insbesondere bei Patienten mit wenig auffälligem EKG sind die Ergebnisse der Blutuntersuchung entscheidend für die Art der weiteren Behandlung.

Sunil Rao aus der Arbeitsgruppe von Kristin Newby fasste die Ergebnisse dreier Studien zusammen, die den Zusammenhang zwischen Herzinfarktrisiko und dem Troponin- und Kreatinkinase-Spiegel untersuchten. Dabei erwies sich der Troponinnachweis im Hinblick auf Spezifität und Empfindlichkeit dem CK-MB-Test als überlegen.

  • Wir glauben, dass bereits geringste Troponinmengen im Blut Herzschädigungen anzeigen”, sagte Rao.
  • Außerdem würde ein Anstieg des Troponinspiegels auch bei negativem CK-MB-Test zuverlässig auf ein erhöhtes Herzinfarktrisiko hinweisen.
  • Nach einer Schädigung des Herzmuskels steigt der normalerweise kaum messbare Troponinspiegel im Blut innerhalb weniger Stunden stark an und bleibt noch nach über einer Woche erhöht.

Aufgrund ihrer Ergebnisse schlagen die Wissenschaftler vor, den positiven Troponintest in die Definition des Herzinfarkts miteinzubeziehen. Joachim Czichos

Welcher blutwert weist auf einen Herzinfarkt hin?

BNP und NT-proBNP – Als zuverlässige Herzinsuffizienz-Biomarker dienen dem Arzt zwei Hormone aus der Gruppe der natriuretischen Peptide, nämlich das Protein BNP (brain natriuretic peptide) und eine Vorstufe davon, das NT-proBNP (N-terminales pro-BNP).

  1. BNP wird fast ausschließlich in den Herzkammern gebildet.
  2. Es regt unter anderem die Nieren an, Flüssigkeit auszuscheiden.
  3. Wenn der Druck im Herzen ansteigt, etwa durch oder durch einen Rückstau bei einer akuten Herzinsuffizienz, setzen die Herzmuskelzellen BNP frei.
  4. Das bewirkt zum einen, dass die Nieren mehr Wasser ausscheiden, und zum anderen, dass sich die Blutgefäße erweitern.

Dadurch nimmt das Blutvolumen wieder ab und der Blutdruck sinkt. Im Fall von plötzlich auftretenden, schweren Symptomen (akute Herzinsuffizienz) gilt ein BNP-Wert von mehr als 100 Nanogramm pro Liter Blut als erhöht. Beim Verdacht auf eine chronische Herzinsuffizienz mit schleichendem Beginn liegt der BNP-Grenzwert dagegen bereits bei mindestens 35 Nanogramm pro Liter Blut.

  • NT-proBNP ist, kurz gesagt, eine Vorstufe des BNP: Es ist im Blut länger nachweisbar, daher lassen Mediziner bei einer Blutuntersuchung auch diesen Wert bestimmen.
  • Als Grenzwert bei einer chronischen Herzinsuffizienz gelten laut Deutscher Gesellschaft für Kardiologie 125 Nanogramm pro Liter Blut, bei einer akuten Herzinsuffizienz sind es 300 Nanogramm pro Liter Blut.

Beide Stoffe zeigen an, wie hoch die sogenannte Wandspannung im Herzen ist, also letztlich, wie groß der Druck und damit die Belastung sind. Erhöhte BNP- und NT-proBNP-Werte kennzeichnen eine erhöhte Wandspannung bzw. Überlastung und damit eine Herzinsuffizienz.

Wie merke ich dass ich eine Herzmuskelentzündung habe?

Bei einer Herzmuskelentzündung sind die Zellen des Herzmuskelgewebes entzündet. Der Fachbegriff lautet Myokarditis, Eine Herzmuskelentzündung wird meistens durch eine Infektion mit Viren ausgelöst. Sie kann aber auch andere, nicht infektiöse Ursachen haben, z.B.

eine Autoimmunkrankheit. Eine Herzmuskelentzündung verursacht oft nur milde oder sehr allgemeine Beschwerden und bleibt daher unbemerkt. In schweren Fällen kann sie zu einer Herzschwäche führen. Betroffene leiden z.B. an Atemnot, Herzrasen oder Brustschmerzen. Auch gefährliche Herzrhythmusstörungen sind eine mögliche Folge.

Die wichtigste Maßnahme zur Behandlung einer Herzmuskelentzündung ist körperliche Schonung. Oft ist keine weitere Therapie nötig. Bei Anzeichen einer Herzschwäche oder anderer Komplikationen ist eine entsprechende Behandlung, die auch Medikamente einschließt, wichtig, um bleibende Schäden am Herzen zu verhindern.

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Wie lange bleibt CK-MB erhöht?

Diagnostische Bedeutung – Besondere Bedeutung kommt der CK-MB im Rahmen der Myokardinfarktdiagnostik zu, um Zellnekrosen von Kardiomyozyten nachzuweisen bzw. auszuschließen. Die CK-MB steigt 3-12 Stunden nach einem Herzinfarkt an, der maximale Anstieg wird innerhalb von 24 Stunden erreicht.

Was ist ein hoher CK Wert bei Corona?

Eine retrospektive Studie der Medizinischen Universität Innsbruck belegt, dass eine Coronainfektion nur in Einzelfällen zu Schädigungen der Muskulatur führt. Beim Vergleich der CK-Werte, ein Marker für Muskelschädigung von Influenza- und Corona-Patienten zeigte sich gar, dass Corona weniger myotoxisch als eine Grippeerkrankung sei, gab Studienleiter Wolfgang Löscher im APA-Interview Entwarnung.

  • Erhöhte Entzündungswerte seien für Viruserkrankungen typisch und keinesfalls ein Covid-19-Spezifikum.
  • Ausgangspunkt unserer Erhebung waren vereinzelte Berichte von schweren Muskelschädigungen durch Covid-19″, erzählte Löscher, der den Bereich Neuromuskulärer Erkrankungen am Institut für Neurologie der Medizinischen Universität Innsbruck leitet.

Um eine Aussage treffen zu können, ob solche Konsequenzen nur vereinzelt auftreten, oder ob es sich bei den Muskelschädigungen um ein Corona-Spezifikum handle, seien CK-Werte von 351 Covid-19 und 258 Influenza Patienten retrospektiv verglichen worden.

  • Die untersuchten Covid-19 Patientinnen und Patienten waren zwischen März und Juni erkrankt und an der Innsbrucker Klinik, im Krankenhaus St.
  • Vinzenz in Zams oder im Coronazentrum der Klinik Favoriten in Wien behandelt worden”, beschrieb Löscher die Studienpopulation.
  • Verletzungsgrad der Muskulatur gemessen Im Rahmen der Studie wurde bei den PatientInnen der CK-Wert gemessen, das heißt die Menge des Enzyms Creatinkinase im Blut, erklärte der Neurologe.

Dieses Enzym würde den Verletzungsgrad der Muskulatur angeben, so Löscher. Beim Gesamt-CK lägen die Werte bei Männern unter 170 U/l (Units per Liter = Einheiten pro Liter) im Normalbereich, bei Frauen unter 145 U/l. “Kurzfristig kann dieser Wert nach einer großer Belastung, etwa einem Marathonlauf, auf bis zu 10,000 U/l steigen, wobei das von Mensch zu Mensch verschieden ist.

Wichtig ist: Er sinkt dann wieder”, erläuterte Löscher. Bei den Erhebungen zeigte sich, dass der CK-Wert bei ähnlich vielen Grippe- wie Corona-PatientInnen erhöht war – 27 Prozent aller Grippepatienten und 28 Prozent aller an Covid-19 Erkrankten wiesen erhöhte Werte auf. “Der CK-Wert war bei Influenza allerdings stärker erhöht als bei Covid-19”, betonte Löscher, “vor allem schwere CK-Auslenkungen (über 1000 U/l) waren bei Influenza häufiger nachzuweisen”.

Daraus könne man ableiten, dass Corona weniger myotoxisch ist als eine Grippe. Stark erhöht waren die Werte bei 1,4 Prozent der Covid- und 5,4 Prozent der Influenza-PatientInnen. Erwartungsgemäß schien auch die Schwere der Viruserkrankung eine Rolle zu spielen: “Das CK bei Intensivpflichtigen war höher als bei den nicht-intensivpflichtigen PatientInnen”, berichtete der Mediziner.

Ebenso hätten sie eine deutliche Korrelation zwischen den CK-Werten und anderen Entzündungswerten festgestellt. “In Bezug auf Muskelschädigungen durch Corona kann Entwarnung gegeben werden”, schlussfolgerte Löscher, “viele gängige Viruserkrankungen können in Einzelfällen zu einer Schädigung der Muskulatur führen.” (red.

APA, 14.12.2020) Weitere Infos: Universitätsklinik für Neurologie

Welcher Bluttest bei Muskelschwäche?

Laborparameter 1. Ordnung – obligate Laboruntersuchungen

  • Kleines Blutbild
  • Differentialblutbild
  • Entzündungsparameter – CRP (C-reaktives Protein) bzw. BSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit)
  • Creatinkinase (CK) (Isoenzym CK-MM) – wichtigster Parameter bei Nachweis von Muskelerkrankungen (Polymyositis, Dermatomyositis, aber auch bei infektiösen Myositiden) Beachte: Ein normaler CK-Wert schließt eine Myopathie (Muskelerkrankung) nicht aus. Achtung! Auch bei Gesunden nach schwerer Muskelarbeit (z.B. Bodybuilder, Hochleistungssportler oder Bauarbeiter), nach i.m. (intramuskulären) Injektionen finden sich deutlich erhöhte CK-Werte (nicht selten bis zum 10-fachen der Normobergrenze). Bei Statin-behandelten Patienten sollte bei
    • CK-Wert > 4- und < 10-mal über dem Normwert → bei Patienten mit hohem kardiovaskulären Risiko in Anhängigkeit von den Symptomen unter Laborkontrollen kann die Therapie fortgeführt werden; bei niedrigem kardiovaskulären Risiko sollte das Statin abgesetzt werden. Es gibt dazu auch folgende Empfehlung: Bei einer CK-Erhöhung über das 4-5-fache der Norm soll ein Statin bzw. bei einer CK-Erhöhung über das 10-Fache der Norm muss das Statin abgesetzt werden.
    • CK-Wert > 10-mal über dem oberen Normwert → Therapie sollte zeitweilig pausiert werden, wenn kein sekundärer Grund (z.B. sportliche Aktivitäten) vorliegt

    Die Bestimmung der CK sollte bei jedem Patienten einmal vor Beginn und ein zweites Mal unter der Statintherapie erfolgen. Beachte:

    • Die Bestimmung der CK sollte bei jedem Patienten einmal vor Beginn und ein zweites Mal unter der Statintherapie erfolgen.
    • Die Mehrzahl der Patienten mit einer Statintherapie weist keine relevante CK-Konzentration-Erhöhung auf und klagt aber dennoch über Muskelbeschwerden/-schmerzen.

    Interpretation erhöhter CK-Werte:

    • geringe Erhöhung der CK-Konzentration (2 Gruppen: CK-Wert  4‑fach und < 10‑fach erhöht) → Muskelsymptome (Muskelschmerzen)
    • CK-Wert > 10-fache der oberen Norm → Myopathie, Myositis (klinisches Bild: häufig generalisierte Schmerzen; eigenständige zugrundeliegende Muskelerkrankung?)
    • CK-Wert > 40 -fache der oberen Norm → Rhabdomyolyse/Auflösung quergestreifter Muskelfasern/Skelettmuskulatur sowie Herzmuskulatur (klinisches Bild: Muskelsymptome (wg. Myonekrose/Absterben von Muskelzellen), Myoglobinurie (dunkel verfärbter Urin) und/oder akutem Nierenversagen (Anstieg der Serum-Kreatinin-Konzentration um 0,5 mg/dl))
    • CK-Wert >1000 U/l (16,7 µkat/l) und auftreten einer proximale Muskelschwäche → Myopathie
  • Elektrolyte – Calcium, Natrium, Kalium, Magnesium, Phosphat
  • Urinstatus (Schnelltest auf: Nitrit, Eiweiß, Hämoglobin, Erythrozyten, Leukozyten ) inkl. Sediment, ggf. Urinkultur (Erregernachweis und Resistogramm, das heißt Austestung geeigneter Antibiotika auf Sensibilität/Resistenz)
  • Nüchternglucose ( Nüchternblutzucker)

Laborparameter 2. Ordnung – in Abhängigkeit von den Ergebnissen der Anamnese, der körperlichen Untersuchung und den obligaten Laborparametern – zur differentialdiagnostischen Abklärung

  • Myoglobin ( Muskelprotein aus der Gruppe der Globine)
  • Vitamin D (25-OH-Vitamin D)
  • Serologische bzw. bakteriologische Untersuchung – bei Verdacht auf bakterielle, virale oder parasitäre Infektionen
  • Molekularg enetische Untersuchung – bei Verdacht auf genetisch bedingte Erkrankungen
  • Schilddrüsenparameter – TSH, fT3, fT4
  • Nebenschilddrüsenfunktionsparameter – Parathormon
  • Leberparameter – Alanin-Aminotransferase (ALT, GPT), Aspartat-Aminotransferase (AST, GOT), Glutamat-Dehydrogenase (GLDH) und Gamma-Glutamyl-Transferase (Gamma-GT, GGT), alkalische Phosphatase, Bilirubin – bei Verdacht auf chronischem Alkoholismus
  • Rheumadiagnostik – CRP (C-reaktives Protein) bzw. BSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit) ; Rheumafaktor (RF), CCP-AK (cyclische Citrullin Peptid-Antikörper), ANA (antinukleäre Antikörper)
  • HMGCR ( 3-hydroxy-3-methylglutaryl-CoA reductase) – bei Verdacht auf immunvermittelte nekrotisierende Myopathie (NM)
  • Porphyrine
  • M uskelbiopsie – bei Verdacht auf muskuläre Genese*
  • T oxikologische Untersuchung – bei Verdacht auf Intoxikation (Alkohol, Heroin, Kokain)
  • Porphyrine im Urin – bei Verdacht auf Porphyrie
  • Carnitin- und Acetycarnitin-Bestimmung im Serum (mit Tandem-Massenspektrometerie) – bei Verdacht auf eine Carnitin-Stoffwechselstörung
  • L iquorpunktion (Entnahme von Nervenwasser durch Punktion des Rückenmarkskanals) zur Liquordiagnostik – bei Verdacht auf Poliomyelitis (Kinderlähmung), Guillain-Barré-Syndrom (GBS)

Weitere Hinweise

  • *Bei belastungsabhängigen Myalgien:
    • Muskelbiopsie ist nur bei mindestens siebenfach erhöhten CK-Werten erfolgversprechend. Bei nicht belastungsabhängigen Myalgien und unauffälligem neurologischem Befund findet sich in 2 % der Muskelbiopsien ein in der Regel unspezifisch auffälliger Befund,
    • diagnostische Aussagekraft einer Muskelbiopsie steigt, wenn ein oder mehrere der folgenden Zeichen/Symptome bestehen:
      • Myoglobinurie ( Ausscheidung von Myoglobin im Urin)
      • „second wind”-Phänomen (= Betroffene spüren eine Linderung der Beschwerden nach kurzer Pause und einer Reduzierung der Belastung)
      • Muskelschwäche
      • Muskelhypertrophie/Atrophie
      • CK: > 3-5-fach erhöht
      • Veränderungen einer Myopathie (Muskelerkrankung) in der Elektromyographie ( EMG; elektrophysiologische Methode in der neurologischen Diagnostik, bei der die elektrische Muskelaktivität anhand von Aktionsströmen der Muskeln gemessen und dargestellt wird )
      • positive Familienanamnese für die gleichen Beschwerden bzw. eine neuromuskuläre Erkrankung

Literatur

  1. Filosto M, Tonin P, Vattemi G, Bertolasi L, Simonati A, Rizzuto N et al.: The role of muscle biopsy in investigating isolated muscle pain. Neurology 2007;68(3):181-186.
  2. Kennel et al.: Vitamin D Deficiency in Adults: When to Test and How to Treat. Mayo Clinic Proceedings 2010; 85(8): 752-758. doi: 10.4065/mcp.2010.0138
  3. Kyriakides T et al.: EFNS review on the role of muscle biopsy in the investigation of myalgia. European journal of neurology.2013 Jul;20(7):997-1005. doi: 10.1111/ene.12174. Epub 2013 Apr 30.
  4. Te Riele MG et al.: The yield of diagnostic work-up of patients presenting with myalgia, exercise intolerance, or fatigue: A prospective observational study. Neuromuscular disorders 2017 Mar;27(3):243-250. doi: 10.1016/j.nmd.2016.12.002,

Leitlinien

  1. S1-Leitlinie: Diagnostik und Differenzialdiagnose bei Myalgien. ( AWMF-Registernummer: 030-051 ), Februar 2020 Langfassung
  2. S1-Leitlinie: Diagnostik von Myopathien, (AWMF-Registernummer: 030-115), Juni 2021 Langfassung

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Warum steigt der CK wert?

CK-MM – Bauen sich die Muskelzellen des Bewegungsapparates ab, steigt die CK-MM. Dies geschieht häufig bei einem Muskelschwund. Er kann bei einer Mangelernährung, im höheren Alter oder bei anhaltender körperlicher Inaktivität auftreten. Manchmal ist der Muskelschwund auch angeboren, beispielsweise bei der Amyotrophen Lateralsklerose oder der Muskeldystrophie nach Duchenne.

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Welche Blutwerte sind bei Muskelkater erhöht?

Fallbeschreibung – Die 56-jährige Patientin sucht ärztlichen Rat, da sie seit einem Jahr an einer mit Muskelschmerzen einhergehenden Asthenie mit progressivem Verlauf leidet. In der Vergangenheit sind keine relevanten Ereignisse aufgetreten und laut der Patientin waren weder Fieber noch Schwitzen oder Gewichtsverlust zu beobachten. Sie verneint jegliche Herz- oder Atembeschwerden und weist keine kardiovaskulären Risikofaktoren auf. Die Patientin lässt sich regelmässig gynäkologisch untersuchen, zuletzt vor zwei Monaten. Sie konsumiert weder Drogen noch Medikamente. Klinisch findet sich ein guter Allgemeinzustand mit nachfolgenden Vitalparametern: Herzfrequenz 67/min, arterieller Blutdruck 124/76 mm Hg, Sauerstoffsättigung bei Raumluft 98%, Körpertemperatur 36,9 °C. Der kardiopulmonale Befund ist normal und die körperliche Untersuchung liefert darüber hinaus keine weiteren Hinweise, insbesondere in neurologischer, osteoartikulärer oder kutaner Hinsicht. Die Laboruntersuchungen ergeben, dass das Blutbild ebenso im Normbereich liegt wie die Gerinnungstests, die Elektrolyte, die Nierenfunktion, der Laktatdehy­drogenase-Wert (LDH), die Leberwerte und die Schilddrüsenfunktion. Auch ein Entzündungssyndrom ist nicht festzustellen. Zu erwähnen ist, dass der behandelnde Arzt die Konzentration der Kreatinkinase (CK) bestimmt hat: Diese ist erhöht und schwankt seit sechs Monaten zwischen 255 und 340 U/l (Referenzbereich: 26–192) bei einem CK-MB-Wert zwischen 44 und 62 U/l (Referenzbereich: 7–25) und einem CK-MB/CK-Quotienten von rund 18% (normal: <6%), ohne verfügbaren Vergleichswert. Die wiederholt gemessene Konzentration des hochsensitiven Troponin T liegt im Normbereich. Auch die Werte der myositisspezifischen Autoantikörper und der Aldolase sind normal. Das Elektrokardiogramm (EKG) weist nicht auf eine Ischämie hin und die Echokardiographie ergibt eine erhaltene linksventrikuläre Ejektionsfraktion (LVEF). Zusammenfassend leidet die Patientin an einer Asthenie und Muskelschmerzen, die Laboruntersuchungen ergeben einen erhöhten Gesamt-CK-Wert mit Erhöhung des CK-MB/CK-Quotienten.

Welche Blutwerte sind nach Sport erhöht?

51.2.6 Leukozyten – Das weiße Blutbild zeigt bei akuten Leistungen stärkere Veränderungen als das rote, die nicht allein durch Veränderungen des Plasmavolumens erklärt werden können. Nach körperlichen Leistungen unterschiedlicher Intensität werden erhebliche Leukozytosen gefunden /23/,

  • Bei intensiver körperlicher Beanspruchung kann der Anstieg der Leukozyten mehr als das Doppelte des Ruhewerts betragen (im Einzelfall bis zu 31,8 × 10 9 /l bei einem Ausgangswert von 6,4 × 10 9 /l).
  • Bei Leistungen bis zu 30 Minuten normalisieren die Leukozytenwerte innerhalb einer halben Stunde.
  • Unmittelbar nach einer Ausdauerleistung steigt die Zahl der Leukozyten um 50–100 % an (neutrophile Granulozyten, Lymphozyten).

Nach 30 Minuten sinken die Lymphozyten für 3–6 Std. auf Werte, die 30–50 % niedriger liegen als die Werte vor der Leistung. Gleichzeitig wird eine ausgeprägte protrahierte Neutrophilie beobachtet. Dadurch entsteht bei der Leukozytenantwort nach Ausdauerleistungen ein biphasischer Verlauf mit einem erneuten Gipfel 2–4 Std nach der Leistung.

Atecholamine sowie das konsekutiv erhöhte Herzzeitvolumen sind verantwortlich für die frühe Leukozytose, wodurch Leukozyten aus den marginalen Speichern ausgewaschen werden, während Cortisol die spätere Phase durch Freisetzung von Leukozyten aus dem Knochenmark bewirken soll. Diese Leukozytosen sind mindestens bis 8 Std.

nachweisbar und können mitunter mehr als 24 h anhalten. Über die verschiedenen Leukozytenarten gibt es keine eindeutigen Ergebnisse. Es kommt zu einer Neutrophilie, Lymphozytose und Eosinopenie. Monozyten zeigen einen leichten Anstieg, basophile Granulozyten sind leicht vermindert.

Über chronische Veränderungen des weißen Blutbilds beim Trainierten liegen nur wenige Untersuchungen vor. Die Höhe der Leukozytenreaktion auf akute Leistungen unterscheidet sich zwischen Untrainierten und Trainierten nicht. Es wird angenommen, dass hoch trainierte Athleten leicht verminderte Leukozytenwerte haben /24/,

Lymphozyten-Subpopulationen Körperliche Aktivität und körperliches Training haben einen beachtlichen Einfluss auf Zahlen und Funktion der Subpopulationen von Lymphozyten. Von den drei wichtigsten Lymphozyten Subpopulationen (T-, B- und NK-Zellen) reagieren die NK-Zellen am stärksten.

  • Typisch ist eine Erhöhung während und kurz nach der Leistung auf 150–400 % /25/,
  • Dann erfolgt ab 1 Std.
  • Nach der Leistung für längere Zeit eine Suppression auf Werte weit unterhalb des Kontrollwerts vor der Leistung.
  • Sieben Tage nach einer Ausdauerleistung von 120 Minuten sind die NK-Zellen noch um 40 % vermindert /26/,

Die Zahl der CD8 + T-Zellen steigt um 50–100 % an, während die Zahl der CD4 + T-Zellen und B-Zellen relativ unbeeinflusst bleiben. Da die Konzentration der CD8 + T-Zellen stärker ansteigt als die der CD4 + T-Zellen, resultiert eine Verminderung des T-Zell-Quotienten CD4 + /CD8 + auf 50 % /25/,

  1. Dem verminderten Quotienten wird klinische Bedeutung beigemessen.
  2. Er könnte bei starker Erschöpfung zu dem Open window führen, in dem gehäuft Infektionen der oberen Atemwege entstehen.
  3. Diese Phase dauert 3–72 Std.
  4. Nach einer anstrengenden Leistung /27/,
  5. Die Literaturangaben über chronische Veränderungen der Lymphozyten-Subpopulationen sind kontrovers.

Die Zellzahlen scheinen beim Trainierten im Ruhezustand zum Teil beachtlich vermindert zu sein, wenn sie mit denen von Untrainierten verglichen werden. Dies gilt für zahlreiche Sportarten.

Welche Laborwerte bei Muskelerkrankungen?

Muskelerkrankungen und Blutwerte: Labordiagnostik – Liegt ein Verdacht auf eine Neuromuskuläre Erkrankung vor, werden verschiedene Muskelparameter labordiagnostisch bestimmt. Ein wichtiger Parameter für Neuromuskuläre Erkrankungen ist insbesondere die Konzentration des Muskelenzyms Creatinkinase (CR-Wert).

Welche Blutwerte sind bei Herzproblemen erhöht?

BNP-Test: Spezielle Blutuntersuchung bei Herzinsuffizienz – Im Rahmen der Herzinsuffizienz-Diagnose greifen Mediziner und Medizinerinnen für gewöhnlich auf den BNP-Test zurück. Da das Herz bei einer Herzinsuffizienz aufgrund von Flüssigkeitsansammlungen im Raum zwischen Brustkorb und Lunge unter Druck steht, schüttet es vermehrt das Hormon BNP (B-Type Natriuretic Peptide) aus.8 Grundsätzlich gilt ein BNP-Wert bis zu 100 Nanogramm pro Liter Serum als normal.8 Je höher der BNP-Wert ist, desto wahrscheinlicher leidet der Patient oder die Patientin an einer Herzinsuffizienz.

Was ist ein hoher CK Wert bei Corona?

Eine retrospektive Studie der Medizinischen Universität Innsbruck belegt, dass eine Coronainfektion nur in Einzelfällen zu Schädigungen der Muskulatur führt. Beim Vergleich der CK-Werte, ein Marker für Muskelschädigung von Influenza- und Corona-Patienten zeigte sich gar, dass Corona weniger myotoxisch als eine Grippeerkrankung sei, gab Studienleiter Wolfgang Löscher im APA-Interview Entwarnung.

  1. Erhöhte Entzündungswerte seien für Viruserkrankungen typisch und keinesfalls ein Covid-19-Spezifikum.
  2. Ausgangspunkt unserer Erhebung waren vereinzelte Berichte von schweren Muskelschädigungen durch Covid-19″, erzählte Löscher, der den Bereich Neuromuskulärer Erkrankungen am Institut für Neurologie der Medizinischen Universität Innsbruck leitet.

Um eine Aussage treffen zu können, ob solche Konsequenzen nur vereinzelt auftreten, oder ob es sich bei den Muskelschädigungen um ein Corona-Spezifikum handle, seien CK-Werte von 351 Covid-19 und 258 Influenza Patienten retrospektiv verglichen worden.

Die untersuchten Covid-19 Patientinnen und Patienten waren zwischen März und Juni erkrankt und an der Innsbrucker Klinik, im Krankenhaus St. Vinzenz in Zams oder im Coronazentrum der Klinik Favoriten in Wien behandelt worden”, beschrieb Löscher die Studienpopulation. Verletzungsgrad der Muskulatur gemessen Im Rahmen der Studie wurde bei den PatientInnen der CK-Wert gemessen, das heißt die Menge des Enzyms Creatinkinase im Blut, erklärte der Neurologe.

Dieses Enzym würde den Verletzungsgrad der Muskulatur angeben, so Löscher. Beim Gesamt-CK lägen die Werte bei Männern unter 170 U/l (Units per Liter = Einheiten pro Liter) im Normalbereich, bei Frauen unter 145 U/l. “Kurzfristig kann dieser Wert nach einer großer Belastung, etwa einem Marathonlauf, auf bis zu 10,000 U/l steigen, wobei das von Mensch zu Mensch verschieden ist.

  • Wichtig ist: Er sinkt dann wieder”, erläuterte Löscher.
  • Bei den Erhebungen zeigte sich, dass der CK-Wert bei ähnlich vielen Grippe- wie Corona-PatientInnen erhöht war – 27 Prozent aller Grippepatienten und 28 Prozent aller an Covid-19 Erkrankten wiesen erhöhte Werte auf.
  • Der CK-Wert war bei Influenza allerdings stärker erhöht als bei Covid-19″, betonte Löscher, “vor allem schwere CK-Auslenkungen (über 1000 U/l) waren bei Influenza häufiger nachzuweisen”.

Daraus könne man ableiten, dass Corona weniger myotoxisch ist als eine Grippe. Stark erhöht waren die Werte bei 1,4 Prozent der Covid- und 5,4 Prozent der Influenza-PatientInnen. Erwartungsgemäß schien auch die Schwere der Viruserkrankung eine Rolle zu spielen: “Das CK bei Intensivpflichtigen war höher als bei den nicht-intensivpflichtigen PatientInnen”, berichtete der Mediziner.

  1. Ebenso hätten sie eine deutliche Korrelation zwischen den CK-Werten und anderen Entzündungswerten festgestellt.
  2. In Bezug auf Muskelschädigungen durch Corona kann Entwarnung gegeben werden”, schlussfolgerte Löscher, “viele gängige Viruserkrankungen können in Einzelfällen zu einer Schädigung der Muskulatur führen.” (red.

APA, 14.12.2020) Weitere Infos: Universitätsklinik für Neurologie